Simon liefert Djokovic harten Fight

24. Jänner 2016, 11:04
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Franzose nach Fünfsatzniederlage: "Er entwickelt sich ständig weiter. Das ist schrecklich, weil er schon der beste Spieler der Welt ist" – Viertelfinalschlager Williams – Scharapowa

Melbourne – Novak Djokovic ist am Sonntag bei den Australian Open erstmals richtig gefordert worden. Er bezwang den Franzosen Gilles Simon (14) erst nach fünf Sätzen 6:3, 6:7 (1), 6:4, 4:6, 6:3 und trifft im Viertelfinale auf den Japaner Kei Nishikori (7), Dreisatzsieger gegen den Franzosen Jo-Wilfried Tsonga (9). Viereinhalb Stunde dauerte die Auseinandersetzung zwischen Djokovic und Simon.

"Es war physisch ein sehr herausforderndes Spiel", gestand Djokovic. Dem 28-Jährigen unterliefen ungewohnte 100 unerzwungene Fehler. "Diese Zahl muss ich definitiv senken", sagte er. Der Weltranglisten-Erste steht zum 27. Mal im Grand-Slam-Viertelfinale. Simon war ob der Niederlage etwas demotiviert: "Er entwickelt sich ständig weiter. Das ist schrecklich, weil er schon der beste Spieler der Welt ist."

Dritter Viertelfinalist der oberen Tableau-Hälfte ist Tomas Berdych (6), der Tscheche bezwang den Spanier Roberto Bautista Agut (24) auch erst mit einem 6:3 im fünften Satz. Berdychs Gegner ist der Schweizer Roger Federer. Der 34-Jährige dominierte gegen David Goffin nach Belieben, besiegte den Belgier in nicht einmal eineinhalb Stunden 6:2, 6:1, 6:4. In dieser Verfassung ist er auch gegen Berdych klarer Favorit, das Halbfinal-Duell Federers mit Novak Djokovic wird immer wahrscheinlicher.

"Ich bin sehr glücklich mit meinem Spiel", sagte Federer nach dem kurz nach Mitternacht beendeten Spiel, in dem er bei seinem ersten Service neun von zehn Punkte holte. "Das Match war exzellent, besonders in den ersten Sätzen. Ich bin zufrieden."

Bei den Damen kommt es zum Viertelfinalduell der topgesetzten US-Amerikanerin Serena Williams mit der Russin Maria Scharapowa (5). Williams ließ der Russin Margarita Gaparjan nur drei Games, Scharapowa hatte gegen die Schweizerin Belinda Bencic (12) bei einem 7:5, 7:5 mehr Mühe. Die beiden anderen Achtelfinali der oberen Tableau-Hälfte sind auch noch am Sonntag angesetzt.

"Es gibt keinen Grund, warum man sich nicht weiter verbessern könnte. Aber es wird natürlich schwer gegen Serena", sagte die Russin. Wohlwissend, dass ihr letzter Erfolg gegen Williams von November 2004 datiert. Seitdem hagelte es 17 Niederlagen in Serie (insgesamt 2:18).

Anders als Williams und Scharapowa patzten etliche Favoritinnen in der ersten Woche. Die Hälfte der Top Ten der Setzliste blieb auf der Strecke – darunter die Rumänin Simona Halep (2) und die Tschechin Petra Kvitova (6). Am Wochenende erwischte es auch die spanische Wimbledon-Finalistin Garbine Muguruza (3). (APA, red, 24.1.2016)

  • Viel Arbeit für Novak Djokovic.
    foto: afp/khan

    Viel Arbeit für Novak Djokovic.

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