Murray, Wawrinka, Asarenka bleiben unangetastet

23. Jänner 2016, 15:58
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Weißrussin in unterer Tableau-Hälfte Favoritin auf Finaleinzug – Muguruza out – Ivanovic-Coach, Murray-Schwiegervater kollabiert – Hewitt "hat noch nicht fertig"

Melbourne – Im Damen-Turnier der Tennis-Australian-Open scheint der Weg für Victoria Asarenka ins Finale immer mehr vorgezeichnet. Die Weißrussin gab am Samstag in ihrer dritten Runde nur zwei Games ab und insgesamt bisher nicht mehr als fünf. Andere Topspielerinnen aus der unteren Tableau-Hälfte purzeln hingegen reihenweise aus dem Bewerb. Anders bei den Herren, da sind die Asse alle noch mit dabei.

Die Sparringpartnerin der als Nummer 14 gesetzten Asarenka bei deren 6:1,6:1-Erfolg war die japanische Qualifikantin Naomi Osaka. Unten besser gesetzt ist nur Angelique Kerber (7), sie steht nach einem 6:1,6:3 gegen die US-Amerikanerin Madison Brengle vor einem Duell mit ihrer Landsfrau Annika Beck. Die hat ihr erstes inner-deutsches Duell gegen Laura Siegemund 6:0,6:4 gewonnen.

Für Aufsehen sorgten sportlich die Tschechin Barbora Strycova – mit einem 3:6,2:6 musste sich mit der Spanierin Garbine Muguruza die Nummer 3 beugen – und die Chinesin Zhang Shuai. Nach Erfolgen gegen Simona Halep (ROM-2), Alize Cornet (FRA) und Varvara Lepchenko (USA) ist die Qualifikantin noch immer ohne Satzverlust. Nächste Gegnerin ist Madison Keys (USA-15), Dreisatzsiegerin gegen Ana Ivanovic (20).

Bange Momente

Für die Serbin hatte das Match ab dem Stand von 6:4,1:0 aber nicht oberste Priorität. Zu diesem Zeitpunkt kollabierte ihr Trainer Nigel Sears auf der Tribüne, wurde auf einer Trage abtransportiert und im Krankenhaus behandelt. Zumindest erkundigte sich der 58-Jährige von dort über den Ausgang der Partie. Kurios: Während Ivanovic' Zweitrundenpartie hatte es einen Zwischenfall wegen eines Sturzes einer Zuschauerin gegeben.

Das Match in der Rod Laver Arena gegen Keys war für 55 Minuten unterbrochen, das blieb auch in der Margaret Court Arena nicht unbemerkt. Dort spielte zeitgleich Andy Murray (2) sein Drittrundenspiel gegen Joao Sousa (32). Vier Sätze benötigte der Schotte zum Achtelfinal-Einzug, doch auch ihn beschäftigte der "Fall Sears". Nigel Sears ist nämlich sein Schwiegervater, dessen Tochter Kim erwartet aktuell ihr erstes Kind.

Letzte Hoffnung Peya

Neben Murray kam aus dem Favoritenkreis auch der gesundheitlich etwas angeschlagene Stan Wawrinka (4) weiter. Der Schweizer gab dem Tschechen Lukas Rosol mit 6:2,6:3,7:6(3) das Nachsehen, trifft nun auf den Kanadier Milos Raonic (13.). Der widmete seinen Sieg gegen Viktor Troicki (SRB-21) den Todesopfern des Schul-Massakers von La Loche. Murray bekommt es im Achtelfinale mit Bernard Tomic (16) zu tun.

Doch noch nicht "Game over" heißt es für Lleyton Hewitt. Nach seinem Zweitrunden-Out im Einzel steht er mit seinem australischen Landsmann Sam Groth im Doppel-Achtelfinale. "Noch seid ihr mich nicht ganz los", sagte Hewitt unter dem Jubel seiner Fans. In Doppel-Runde zwei ausgeschieden sind hingegen Dominic Thiem und Oliver Marach. Damit ist in den Hauptbewerben Alexander Peya im Mixed letzter ÖTV-Akteur. (APA, 23.1.2016)


  • Bange Momente auch für Andy Murray trotz Sieg.
    foto: reuters/peter

    Bange Momente auch für Andy Murray trotz Sieg.

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