USA entziehen russischen Honorarkonsuln die Akkreditierung

22. Jänner 2016, 20:19
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Moskau empört über "Provokation"

Washington – Die USA haben fünf russischen Honorarkonsuln die Akkreditierung entzogen und damit die Regierung in Moskau verärgert. Grund für den Schritt seien Schikanen gegen US-Vertreter in Russland, erklärte das US-Außenministerium am Freitag.

"Wir sind bereit, weitere angemessene Maßnahmen zu ergreifen, wenn es zusätzliche Versuche gibt, unsere diplomatischen und konsularischen Aktivitäten in Russland zu behindern", hieß es.

Bei den betroffenen Honorarkonsuln handelt es sich um fünf US-Bürger, die Moskaus Interessen in den Bundesstaaten Kalifornien, Florida, Minnesota und Utah sowie in dem US-Territorium Puerto Rico vertreten. Das russische Außenministerium warf Washington vor, mit den "Provokationen" die Beziehungen zwischen beiden Ländern beschädigen zu wollen.

US-Außenamtssprecher Mark Toner betonte dagegen, die offiziellen diplomatischen Beziehungen zu Russland seien nicht betroffen. Angesichts der erzwungenen Schließung von US-Kulturzentren in Russland und der "weitverbreiteten Schikanierung unserer Mitarbeiter" habe Washington aber keine andere Wahl gehabt, als Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Das Verhältnis zwischen den Vereinigten Staaten und Russland ist so schlecht wie seit dem Ende des Kalten Krieges nicht mehr. Grund ist vor allem der Konflikt in der Ukraine. Die USA und die Europäische Union werfen Moskau vor, prorussische Separatisten in der Ostukraine zu unterstützen. Moskau dementiert dies. Die russische Regierung wirft ihrerseits den USA vor, historisch eng mit Russland verbundene Länder wie die Ukraine in seine Einflusssphäre ziehen zu wollen. (APA, 22.1.2016)

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