Faymann widerspricht Schäuble: "Merkel war informiert"

22. Jänner 2016, 19:53
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Kanzler in der "Krone": Habe vor Obergrenzen-Entscheidung mit der deutschen Kanzlerin telefoniert

Wien – Bundeskanzler Werner Faymann widerspricht dem deutschen Finanzminister Wolfgang Schäuble, wonach die Entscheidung der Regierung, Obergrenzen für die Aufnahme von Flüchtlingen einzuführen, nicht ausreichend mit Berlin abgestimmt war.

"Ich musste ein bisschen Luft holen, als ich gehört habe, dass diese Entscheidung mit uns nicht sehr eng abgesprochen war", hatte Schäuble am Freitag "Spiegel online" gesagt.

Faymann verwies dagegen in der "Kronen Zeitung" auf ein Telefonat mit der deutschen Kanzlerin am Vortag der österreichischen Obergrenzen-Entscheidung. Er habe sie dabei informiert, in welche Richtung Österreich künftig in der Flüchtlingskrise gehen werde. "Merkel war also vorinformiert, doch die Entscheidungen im Detail haben wir in Wien getroffen", sagte Faymann zur "Krone": "Da fragen wir nicht in Berlin nach, so wie auch die Deutschen ihre Entscheidungen treffen, ohne uns zu fragen, ob uns das passt oder nicht." (APA, 22.1.2016)

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