Facebook-Managerin Sandberg empfiehlt "Like-Attacke" gegen Hetze

22. Jänner 2016, 14:15
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Am Weltwirtschaftsforum in Davos bespricht Facebooks COO Strategien gegen Hassrede im Netz

Löschen, blockieren, niedrig reihen: Keine dieser Lösungen ist für Facebook-Managerin Sheryl Sandberg die optimale Reaktion auf Hasspostings. Vielmehr empfiehlt sie, hetzerische Kommentare mit einer "Like-Attacke" zu überfluten. Die sogenannte Gegenrede ist Herzstück von Facebooks Kampagne gegen Hasspostings. Nutzer sollen andere, die sich gegen Hetze wenden, mit vielen "Gefällt Mir"-Angaben markieren und so zeigen, dass positive Meldungen besser als Hass funktionieren.

Heftige Kritik

"Diese Strategie klingt ziemlich nach ‚Kumbaya‘", kommentiert Re:code hämisch. Facebook werde den Newsfeed nicht ändern, um Hasspostings verschwinden zu lassen. Inhalte sollen erst gelöscht werden, wenn sie von anderen Nutzern markiert worden sind. Facebook war von einigen Regierungen wegen des Umgangs mit Hasspostings kritisiert worden. Unter anderem deshalb gibt es nun ein neues Team in Berlin, das sich um das Löschen von Hetze im deutschsprachigen Raum kümmern soll. (red, 22.1.2016)

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re:code

  • Sheryl Sandberg will "Gegenrede" gegen Hass
    foto: ap/risberg

    Sheryl Sandberg will "Gegenrede" gegen Hass

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