Hypo-Prozess gegen Ex-Flick-Anwalt nach kurzer Zeit vertagt

22. Jänner 2016, 11:19
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Nächster Termin am 24. Februar mit Ex-Hypo-Vorstand Kulterer als Zeuge

Klagenfurt – Der Hypo-Untreue-Prozess gegen Ex-Flick-Anwalt Alexander Klaus am Landesgericht Klagenfurt ist am Freitag nach kurzer Zeit vertagt worden. Die Verteidigung stellte einen Antrag auf Ablehnung eines Sachverständigen, über den der Schöffensenat unter Vorsitz von Richter Oliver Kriz gesondert entscheiden wird.

In dem Verfahren geht es um ein Vorzugsaktiengeschäft der Kärntner Hypo, bei dem die Zeichner der Aktien Rückkaufgarantien der Bank erhielten. Klaus soll für den der Bank entstandenen Schaden mit verantwortlich sein. Die Hypo habe der Flick-Privatstiftung, für die Klaus tätig war, rund 4,3 Mio. Euro für Geld bezahlt, das sie um 2,6 Mio. am Kapitalmarkt bekommen hätte, der Schaden für die Bank beträgt daher laut Staatsanwalt Robert Riffel 1,7 Mio. Euro. Klaus wird vorgeworfen, über interne Vorgänge in der Hypo Bescheid gewusst zu haben. Er hatte eine Put-Option formuliert, welche der Milliardärin Ingrid Flick garantierte, dass die Bank ihr Investment zurückkaufen würde, wenn sie das wollte. Der Angeklagte bekannt sich nicht schuldig.

Als nächster Verhandlungstag wurde am Freitag der 24. Februar genannt. An diesem Tag soll der ehemalige Hypo-Vorstand Wolfgang Kulterer befragt werden. Kulterer hatte Klaus im Vorfeld des Prozesses belastet. Am 26. Februar sollen Ex-Hypo-Vorstand Josef Kircher und ein Notar einvernommen werden, der ebenfalls eine Rolle in dem Vorzugsaktien-Geschäft gespielt hat. (APA, 22.1.2016)

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