Jobkahlschlag bei Öldienstleister Schlumberger

22. Jänner 2016, 06:03
50 Postings

Reaktion auf Ölpreisverfall – Insgesamt seit Krisenbeginn 30.000 Menschen entlassen

Houston – Der weltgrößte Öltechnikdienstleister Schlumberger hat als Reaktion auf den niedrigen Ölpreis weitere 10.000 Stellen abgebaut. Insgesamt hat der US-Konzern damit seit Beginn des Ölpreisverfalls bereits 30.000 Jobs gestrichen.

Allein im letzten Quartal des Jahres 2015 sei ein Nettoverlust von 1,016 Milliarden Dollar aufgelaufen, teilte Schlumberger am Donnerstag mit. Im gleichen Zeitraum des Vorjahrs hatte das Unternehmen noch 300 Millionen Dollar Gewinn geschrieben. Der Umsatz im Schlussquartal 2015 ging verglichen mit dem Jahr zuvor um 39 Prozent auf 7,744 Milliarden Dollar zurück.

Bohrunternehmen fahren Investitionen massiv zurück

Schlumberger leidet unter den Entscheidungen von Ölriesen wie BP, Shell und Exxon, die aufgrund niedriger Einnahmeerwartungen geplante Investitionen etwa in neue Bohrungen streichen. "Die sich verschlechternden Marktbedingungen haben zusätzlichen Druck auf eine sich vertiefende Finanzkrise in der Branche der Bohr- und Produktionsunternehmen ausgelöst", sagte Schlumberger-Vorstandschef Paal Kibsgaard. Kunden sähen sich gezwungen, ihre ohnehin zurückgefahrenen Investitionen weiter zu kürzen. (APA, 22.1.2016)

Share if you care.