Mann fiel auf Erbschafts-Spam rein und brachte in Kärnten Falschgeld in Umlauf

21. Jänner 2016, 13:02
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Falschgeld kam per Post aus Ghana – Bankkassier bemerkte die "Blüten"

Ein 49 Jahre alter Mann aus Deutschland ist in Kärnten ausgeforscht worden, weil er im August und September 2015 gefälschte US-Dollarnoten in Umlauf gebracht haben soll, die er per Post aus Afrika zugeschickt bekam. Ein Bankkassier in Klagenfurt bemerkte die "Blüten" und schlug Alarm, wie die Polizei am Donnerstag bekannt gab. Er ist geständig, ihn erwartet nun ein Strafverfahren.

Erbtrick

Der Mann hatte im Internet Freundschaft zu einem Afrikaner geschlossen, der ihn um Geld bat, damit er nach Österreich kommen könne. Da der Deutsche selbst nicht so viel Geld hatte, suchte er im Internet nach Finanzierungsmöglichkeiten. Er stieß auf eine ausländische Bank, die ihn mit dem Trick, es gebe ein "großes Erbe", das seinem Freund gehöre, köderte. Daraus werde man ihm US-Dollar schicken, diese solle er in Österreich gegen Euro umtauschen und das Geld nach Ghana überweisen.

Falschgeld gewechselt

Es kamen tatsächlich mehrere Pakete, in denen sich 150 100-Dollar-Noten befanden. Der 49-Jährige wechselte das Geld bei verschiedenen Banken um und überwies wie vereinbart einen Großteil zurück nach Ghana. In Klagenfurt fiel einem Bankangestellten das Falschgeld auf, er machte den Deutschen darauf aufmerksam und zog die Blüten ein, die an die Nationalbank gingen. Der 49-Jährige erhielt auch weiterhin Pakete mit Falschgeld, aus Angst wechselte er es aber nicht mehr, sondern schickte die Pakete an den Absender zurück. Die Schadenssumme wird von der Polizei mit mehreren 1.000 Euro beziffert, der Mann wird der Staatsanwaltschaft Klagenfurt angezeigt. (APA, 21.1.2016)

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