Wifo: Vorübergehende Kündigungen immer bedeutender

21. Jänner 2016, 11:49
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6,5 Prozent der Beschäftigungsverhältnissen von kurzfristigen Unterbrechungen des Dienstverhältnisses betroffen

Wien – Unternehmen setzen bei schwachem Wachstum vermehrt auf kurzfristige Kündigungen von Arbeitnehmern. Solche "temporären Layoffs" seien eine gängige Praxis in vielen österreichischen Betrieben, geht aus einer Untersuchung des Wirtschaftsforschungsinstituts Wifo hervor. 6,5 Prozent des Jahresdurchschnittsbestandes an Arbeitsverhältnissen sind betroffen, mit leicht steigender Tendenz.

Durch vorübergehende Kündigungen und anschließende Wiedereinstellungen sparen Unternehmen an Personalkosten, das betriebsspezifische Humankapital bleibt erhalten. Betroffen sind insbesondere Saisonbranchen, wie Bau, Tourismus oder Landwirtschaft. Die Flexibilisierungsstrategie der Unternehmen verursache jedoch Arbeitslosigkeit und stelle eine Belastung der öffentlichen Hand dar, so das Wifo. (APA, 21.1.2016)

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