Filme mit Clooney, Depardieu und Kidman bei Berlinale

21. Jänner 2016, 11:09
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Nur ein deutscher Film dabei, Österreicher in Nebenschienen vertreten

St. John's – Filme mit Stars wie George Clooney, Nicole Kidman, Daniel Brühl, Emma Thompson und Gérard Depardieu werden bei der 66. Berlinale gezeigt – allerdings haben nicht alle Bären-Chancen. Ins Rennen um den Goldenen Bären wird nur ein deutscher Film gehen.

In den offiziellen Wettbewerb schaffte es "24 Wochen" von Anne Zohra Berrached ("Zwei Mütter"), wie die Internationalen Filmfestspiele Berlin (11. bis 21. Februar) am Mittwoch mitteilten. Julia Jentsch ("Effi Briest") spielt in dem Drama eine im 6. Monat schwangere Kabarettistin. Als sie und ihr Mann (Bjarne Mädel/"Mord mit Aussicht") erfahren, dass das ungeborene Kind das Down-Syndrom und einen schweren Herzfehler hat, denkt das Paar über eine Abtreibung nach.

Insgesamt 18 Filme unter anderem von Regisseuren aus China, Frankreich, dem Iran, den USA, Tunesien, Dänemark und Großbritannien starten im Bären-Wettbewerb. Neben dem unter deutscher Regie entstandenen Film "24 Wochen" gibt es einige deutsche Koproduktionen.

Dazu gehört auch die Fallada-Verfilmung "Alone in Berlin" (dt. Titel "Jeder stirbt für sich allein") des Schweizers Vincent Perez, in dem die Stars Daniel Brühl, Emma Thompson und Brendan Gleeson zu sehen sind. Auch "Soy Nero", der neue Film des aus dem Iran stammenden Filmemachers Rafi Pitts ("Zeit des Zorns"), entstand mit deutscher Beteiligung.

Aus dem Iran geht noch ein zweiter Film an den Start: "Ejhdeha Vared Mishavad!" (engl. Titel "A Dragon Arrives!") von Mani Haghighi. Im vergangenen Jahr hatte der regimekritische iranische Regisseur Jafar Panahi mit "Taxi Teheran" den Goldenen Bären gewonnen. Er konnte die Auszeichnung aber nicht persönlich entgegennehmen, weil er nicht ausreisen durfte.

Eröffnung mit Coen-Brothers-Film

Filme mit Star-Potential zeigt das Festival dieses Mal vor allem außer Konkurrenz und in Nebenreihen. Die amerikanischen Regiebrüder Joel und Ethan Coen zeigen zur Festivaleröffnung außer Konkurrenz ihr neues Werk "Hail, Caesar!" – mit Hollywoodgrößen wie George Clooney, Josh Brolin, Ralph Fiennes und Scarlett Johansson in den Hauptrollen. Auch Spike Lees Film "Chi-Raq", für den der US-Regisseur Schauspieler wie Wesley Snipes, Jennifer Hudson, John Cusack und Samuel L. Jackson vor der Kamera versammelte, ist nicht im Bären-Wettbewerb.

In der Bären-Konkurrenz ist dagegen "Genius" von Michael Grandage (Großbritannien) mit Colin Firth, Jude Law und Nicole Kidman. Der französische Schauspielstar Gérard Depardieu ist in "Dans les bois" von Guillaume Nicloux (Forum Reihe) und "Saint Amour" (außer Konkurrenz) zu sehen. Die deutsche Filmemacherin Doris Dörrie zeigt ihren neuen Film "Grüße aus Fukushima" in der Reihe Panorama Special. Dort läuft auch Michael Moores Satire-Doku "Where To Invade Next".

Die Österreich-Beteiligung läuft ebenfalls in Nebenschienen. Ruth Beckermanns neuer Film "Die Geträumten" und Nikolaus Geyrhalters Doku "Homo sapiens" feiern ihre Uraufführung bei der diesjährigen Berlinale in der Sektion Forum. Damit sind bis dato vier österreichische Filme im Programm der 66. Filmfestspiele vertreten. So wurde Siegfried A. Fruhauf in den Kurzfilmwettbewerb eingeladen und gastiert Händl Klaus im Panorama. Im Wettbewerb Berlinale Shorts findet sich indes abermals der renommierte österreichische Experimentalfilmer Siegfried A. Fruhauf. Ausgangspunkt seines 13-minütigen Werks "Vintage Print", das zuvor bereits bei der Viennale zu sehen war, ist eine einzelne Landschaftsaufnahme, die folgend zum Leben erweckt wird. (APA, 21.1.2016)

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