Knüppel-Kandidat

Einserkastl20. Jänner 2016, 18:18
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Johann Baptist Björn Gudenus wäre als Bundespräsident "eine gute Lösung"

Die FPÖ will sich noch Zeit lassen mit der Bekanntgabe ihres Kandidaten / ihrer Kandidatin für die Wahl zum Amt des Bundespräsidenten. Strache selbst will eher nicht, die Hoffnung vieler politischer Feinschmecker wäre Ursula Stenzel, denn da kann man sich auf viele spannende Wahlkampfszenen freuen. Auffällig hingegen, dass Strache seinen knapp 40-jährigen Stellvertreter Johann Gudenus so lobt. Der sei Absolvent der Diplomatischen Akademie, spreche fünf Sprachen, darunter Russisch, und wäre "eine gute Lösung".

Hinzuzufügen wäre noch, dass Gudenus auch ein Kenner von Grimms Märchen ist, wie er in Volksreden gern beweist: "Wenn H.-C. Strache den Bundeskanzler stellt, wenn wir Freiheitliche den Innenminister stellen werden, dann ist es vorbei mit dem 'Tischleindeckdich' für illegale Asylwerber, für illegale Einwanderer, für ausländische Sozialschmarotzer, dann heißt es bei Bedarf auch 'Knüppel aus dem Sack'!"

Diese Knüppel-Sprache des mit Vornamen reich versehenen (Johann Baptist Björn) Sprosses aus adeligem Haus ist zweifellos ausgesprochen präsidentiell. Auf Bundespräsident geübt hat Gudenus schon vor mehreren Jahren, als er dem tschetschenischen Diktator Ramsan Kadyrow die Aufwartung machte. In Tschetschenien, wo Oppositionelle gerne spurlos verschwinden, habe er nix Negatives bemerkt, sagte diese freiheitliche Präsidentenhoffnung damals. (Hans Rauscher, 20.1.2016)

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    foto: apa/roland schlager
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