Khamenei kritisiert Erstürmung der saudischen Botschaft in Teheran

20. Jänner 2016, 16:10
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Irans Führer: "Weder im Interesse des Landes noch des Islams"

Teheran – Gut zwei Wochen nach der Erstürmung der saudischen Botschaft in Teheran durch aufgebrachte Demonstranten hat nun auch Irans oberster Führer Ayatollah Ali Khamenei die Angriffe kritisiert. "Das war schlecht – und weder im Interesse des Landes noch des Islam", sagte Khamenei am Mittwoch. Seine Aussage gilt als Versuch Teherans zur Entspannung der Beziehungen zu Saudi-Arabien.

In der Nacht zum Mittwoch reiste Vize-Außenminister Abbas Araqchi zu einem Treffen der Außenminister der Organisation für Islamische Zusammenarbeit in die saudische Hafenstadt Jidda. Ob es dort auch zu direkten bilateralen Gesprächen zwischen beiden Ländern kommen würde, war zunächst unklar.

Beziehungen abgebrochen

Die Regierung Saudi-Arabiens hatte die diplomatischen Beziehungen zum Iran abgebrochen, nachdem aufgebrachte Demonstranten Anfang des Monats die saudische Botschaft in Teheran gestürmt hatten. Mehrere Golf- und arabische Staaten folgten dem Beispiel der Regierung in Riad.

Auslöser für die Proteste im Iran war die Hinrichtung des prominenten schiitischen Geistlichen Nimr al-Nimr in Saudi-Arabien. Seitdem versuchen mehrere Länder, zwischen den beiden verfeindeten Regionalmächten zu vermitteln. (APA, 20.1.2016)

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