Gutachten zu Keimbefall in Linzer Klinik: Keine Mängel

20. Jänner 2016, 10:22
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Die Spitalsleitung gab bekannt, dass laut Gutachten die Grundsätze der Krankenhaushygiene eingehalten worden seien – Das Verfahren wird aber nicht eingestellt

Linz/Amstetten – Nach dem Auftreten eines multiresistenten Keims im Linzer Kepler Universitätsklinikum hat ein von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegebenes Gutachten laut Spitalsleitung ergeben, dass die Grundsätze der Krankenhaushygiene eingehalten worden sind. Die Anklagebehörde bestätigte das Einlangen der Expertise, gab jedoch vorerst nichts zum Inhalt bekannt. Das Verfahren sei aber nicht eingestellt worden.

Die Staatsanwaltschaft Linz hat den AGES-Experten Franz Allerberger mit einem Gutachten beauftragt. Wie die Uniklinik berichtete, hält er darin fest, dass eine Übertragung von Krankenhauskeimen im Spital "auch bei lege artis Behandlung nicht mit Sicherheit verhindert werden" könne. Seitens der Staatsanwaltschaft hieß es, das Verfahren sei nicht eingestellt worden. Man müsse erst entscheiden, ob noch weitere Erhebungen nötig sind.

In der Linzer Landesfrauen- und Kinderklinik – seit Jahreswechsel Teil des Kepler Universitätsklinikums – war im Dezember bei fünf Babys der Erreger nachgewiesen worden. Zwei starben, eines bekam Lungenentzündung, zwei blieben zunächst ohne Symptome. Am Freitag wurde dann ein sechster Fall bekannt. Der Bub, der vom Landesklinikum Amstetten nach Linz verlegt worden war, werde gesondert betreut, sein Gesundheitszustand sei nicht von dem Keim beeinträchtigt, hieß es. Bisher sei bei keinem weiteren Patienten der Station der Erreger festgestellt worden, die Tests würden aber regelmäßig wiederholt. (APA, 20.1.2016)

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