IS ließ 270 Geiseln aus belagerter Stadt in Syrien frei

20. Jänner 2016, 05:52
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Beobachtungsstelle für Menschenrechte: Meist Frauen und Kinder – Freigelassene bleiben aber in Einflussbereich der Jihadisten

Deir ez-Zor – Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) hat nach Oppositionsangaben 270 Zivilisten freigelassen, die sie am Wochenende bei Kämpfen um die belagerte ostsyrische Stadt Deir ez-Zor gefangen genommen hatte. Bei den meisten Freigelassenen handle es sich um Frauen und Kinder, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London am Dienstag mit.

Die Freigelassenen blieben aber in Dörfern im IS-Machtbereich. Männliche Gefangene im Alter von 14 bis 55 Jahren habe die Miliz für weitere Verhöre in ihrer Gewalt behalten. Vor allem Gefangene mit Verbindungen zur syrischen Führung seien in Gefahr. Insgesamt hätten die Extremisten bei Angriffen auf von Regierungstruppen kontrollierte Teile Deir ez-Zors der am Wochenende 400 Menschen verschleppt.

Zudem hätten die Extremisten am Dienstag bei Hausdurchsuchungen in eroberten Stadtteilen weitere 50 Menschen gefangen genommen. Die Stadtteile werden seit rund einem Jahr von IS-Kämpfern belagert. Etwa 200.000 Bewohner leben unter schwierigsten Bedingungen, größtenteils Frauen und Kinder, denen es an Nahrung und medizinischer Versorgung mangelt. Die Region um Deir ez-Zor verbindet die IS-Hochburg Raqqa und Gebiete im Irak, die ebenfalls unter IS-Herrschaft stehen. (APA, Reuters, 20.1.2016)

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