Wir Konsumentinnen

Einserkastl19. Jänner 2016, 18:08
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Frauen müssen für gleiche Produkte deutlich mehr zahlen als Männer

Meine Damen: Können Sie einmal den Arm – den Sie ausgestreckt halten, um über einen belebten Platz zu gehen – herunternehmen und sich ans Hirn greifen? Was sind wir doch für – Opfer!

Jetzt wohnt ja das p. t. Publikum männlichen und weiblichen Geschlechts, das sich die STANDARD-Einserkastln üblicherweise zu Gemüte führt, nicht überwiegend in New York City. Aber es ist, sagen wir einmal, nicht ganz auszuschließen, dass es bei uns auch nicht viel anders hergeht, als in der im Dezember herausgekommenen Studie From Cradle to Cane. The Cost of Being a Female Consumer ("Von der Wiege bis zur Krücke: Was es kostet, eine Konsumentin zu sein") für New York beschrieben wird.

Angesichts dessen, was da drinsteht, ist es noch ein Wunder, dass nicht auch noch die Grube, in die wir Schwestern alle einmal sinken, rosa angemalt und uns mit einem 50-Prozent-Aufschlag angedreht wird. Überhaupt aufpassen bei Pink. Zwischen einem schwarzen und einem pinken Billigrasierer der völlig gleichen Machart können gleich einmal ein paar Euro liegen. Und bei den Fetzen braucht es nicht einmal einen Farbunterschied, damit die gleiche Qualität für Knaben billiger ist.

Dafür verdienen wir, gemäß Gottes unergründlicher Ordnung, natürlich weniger. Das müssen wir auch noch in die finanzielle Gender-Lebensbilanz einrechnen beziehungsweise in den Rauchfang schreiben. (Gudrun Harrer, 19.1.2016)

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