Polyimid: Das Runde wird zum Eckigen

23. Jänner 2016, 18:06
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In Wien entwickelte Synthesemethode soll ganz neue Möglichkeiten eröffnen

Wien – Bei der Herstellung von Kunststoffpartikeln entstehen meist kugelförmige Strukturen, die für viele Anwendungen schlecht geeignet sind. Wissenschaftern der Technischen Universität (TU) Wien ist es nun durch einen technischen Trick gelungen, Polyimid-Partikel erstmals in eckiger Form herzustellen,.

Polyimid ist ein extrem widerstandsfähiges Materialien mit hoher Stabilität. Es ist allerdings nur schwer zu verarbeiten und in die richtige Form zu bringen. Miriam Unterlass vom Institut für Materialchemie der TU Wien hat jetzt eine neue Synthesemethode entwickelt, die ganz neue Möglichkeiten für diese Materialklasse eröffnen soll.

Sie lässt dazu zwei verschiedene Moleküle, die sich üblicherweise auf ungeordnete Weise verbinden, in einem Gel miteinander reagieren. Das zähe Gel verlangsamt die Reaktion und es entstehen wohlgeordnete eckige Salzkristalle mit einem Durchmesser von Hunderten Mikrometern. Erhitzt man diese, wandeln sich die Kristalle zu Polyimid um, behalten dabei aber ihre eckige Form. Die Wissenschafter erwarten, dass sich mit der selben Methode auch andere Hochleistungsmaterialien synthetisieren lassen. (APA, 23. 1. 2016)

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