Atlas: Millionenteurer Roboter ist ein schlechter Aufräumer

7. Februar 2016, 18:05
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Entwickler zeigen, wie das autonome Gerät Ordnung schafft – oder es zumindest versucht

Roboter können heute bereits allerlei Tätigkeiten erledigen und haben sich aufgemacht, dem Menschen in immer mehr Bereichen Konkurrenz zu machen. Von der Fließbandfertigung bis zum Straßenverkehr und darüber hinaus reicht die Bandbreite an Tätigkeiten, bei denen sie schon heute passable Ergebnisse zeigen.

Beim Institute for Human & Machine Cognition (IHMC) hat man sich nun aufgemacht, dem Menschen eine weitere, wenn auch meist ungeliebte Domäne streitig zu machen: Hausarbeit.

Atlas Cleans House

Hier bilden bislang Staubsauger- und Bodenwischroboter noch die Speerspitze des künftigen Maschinenaufstands. Dass das Potenzial aber weit darüber hinaus geht, demonstriert das IHMC mit "Atlas". Der millionenteure Robot wurde von der Google-Tochter Boston Dynamics gebaut und läuft mit einem von Institut selbst entwickelten Algorhitmus.

Im Video "Atlas Cleans House" faltet das verkabelte Ungetüm auf zwei Beinen Stehleitern, schiebt Stühle an ihren Platz, kehrt den Boden und bedient unter anderem einen Staubsauger.

drcihmcrobotics

Noch keine Konkurrenz

Nach aktuellen Stand der Dinge muss sich allerdings niemand so schnell um Konkurrenz beim anstehenden Frühjahrsputz sorgen. Denn Atlas operiert derzeit nur kabelgebunden und erweist sich weder als besonders schnelle, noch besonders effiziente Haushaltshilfe.

Für die Forscher brachte der Versuch allerdings eine Gelegenheit, ihre neuen Algorithmen zu testen und Erkenntnisse für die weitere Verbesserung zu gewinnen, weiß der Guardian zu berichten. (gpi, 7.2.2016)

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