Saison für Franz nach Sturz vorbei

19. Jänner 2016, 13:30
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Kärntner erleidet Verletzung in Knie, Sprunggelenk und an der Hand – Bestzeit beim ersten Beschnuppern der Streif für Franzosen Theaux, Reichelt Zweiter

Kitzbühel – Gerade rechtzeitig vor den 76. Hahnenkammrennen hat auch der Winter in Kitzbühel Einzug gehalten und sowohl für eine schöne Optik als auch eine brauchbare Unterlage auf der Streif gesorgt. Bei erfrischenden äußeren Bedingungen, das Thermometer zeigte knapp zweistellige Minusgrade an, stieg am Dienstag das erste Training für die klassische Weltcupabfahrt am Samstag. Schnellster war der Franzose Adrien Theaux in 1:57,68 Minuten. Auf den weiteren Plätzen landeten die üblichen Verdächtigen, der Salzburger Hannes Reichelt (+0,21) und der Norweger Aksel Lund Svindal (+0,29). Die nächstbesten ÖSV-Läufer waren Klaus Kröll und Georg Streitberger, die sich ex aequo an 13. Stelle (+1,17) einreihten.

Der Kärntner Max Franz kam in der heuer sehr anspruchsvollen Traverse zu Sturz, konnte zwar noch selbst weiter abfahren, wurde jedoch mit Schmerzen im linken Knie und linken Handgelenk zu Untersuchungen nach Innsbruck gebracht.

Dort stellte sich heraus, dass sich der Kärntner einen Kapseleinriss im linken Kniegelenk, einen Riss des vorderen Syndesmosebands im linken Sprunggelenk und eine Absprengung am Mondbein am linken Handgelenk zugezogen. Franz sollte noch am Dienstag von ÖSV-Arzt Christian Hoser operiert werden, laut dem behandelnden Arzt wird der 26-Jährige acht Wochen pausieren müssen. De facto heißt das: Saisonende.

Dabei präsentierte sich die Streif noch lange nicht von ihrer wirklich tückischen Seite. Das soll sich aber noch ändern, schließlich muss die Piste noch kompakter werden. Im oberen Abschnitt ist sie durch den Neuschnee teilweise noch "butterweich mit bissl Tiefschnee abseits der Ideallinie", wie Svindal konstatierte. Der Steilhang "wird sicher sehr schlagig", prophezeite Reichelt. Und das untere Stück mit Hausberg und Traverse "ist jetzt schon richtig Hardcore", so Kröll. Und die Sprünge? "Sind okay, gehen weit. Mausefalle: 40 Meter", sagte Reichelt.

Am Mittwoch soll es statt eines weiteren Trainings weitere Schneefälle und Einsätze der Rutschkommandos geben, für Donnerstag ist die Abschlusstestfahrt geplant. Reichelt: "Man muss das Herz in die Hand nehmen. Wenn man am Limit fährt, dann ist der Grat wieder einmal sehr schmal. Es wird interessant." (Thomas Hirner, 19.1.2016)

Erstes Abfahrtstraining in Kitzbühel, Dienstag

1. Adrien Theaux (FRA) 1:57,68 Min.
2. Hannes Reichelt (AUT) +0,21 Sek.
3. Aksel Lund Svindal (NOR)
. Maxence Muzaton (FRA) je 0,29
5. Mattia Casse (ITA) 0,45
6. Travis Ganong (USA) 0,84
7. Erik Guay (CAN) 0,98
8. Benjamin Thomsen (CAN) 1,01
9. David Poisson (FRA) 1,06
10. Peter Fill (ITA) 1,07
11. Johan Clarey (FRA)
. Christof Innerhofer (ITA) je 1,12
13. Georg Streitberger (AUT)
. Klaus Kröll (AUT) je 1,17

Weiters:
18. Otmar Striedinger (AUT) 1,50
20. Romed Baumann (AUT) 1,60
21. Kjetil Jansrud (NOR) 1,77
28. Patrick Schweiger (AUT) 2,27
29. Vincent Kriechmayr (AUT) 2,52
33. Johannes Kröll (AUT) 2,83
39. Florian Scheiber (AUT) 3,37
53. Christian Walder (AUT) 6,41

  • Max Franz rutschte nach seinem Sturz noch selbst zu Tal.
    foto: reuters/föger

    Max Franz rutschte nach seinem Sturz noch selbst zu Tal.

  • Der Schweizer Marc Gisin am Weg ins Tal.
    foto: apa/afp/klamar

    Der Schweizer Marc Gisin am Weg ins Tal.

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