Deutliches Besucherplus in Österreichs Kinos

19. Jänner 2016, 13:20
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Fast 16 Millionen Kinogänger ließen den Umsatz steigen. 2016 wartet ebenfalls mit "richtig großen Kalibern" auf

Wien – Die Erwartungen der heimischen Kinobranche an das "Megajahr" 2015 haben sich erfüllt: Die Besucherzahlen in den österreichischen Kinos sind im Vorjahr um 12,1 Prozent auf fast 16 Millionen angewachsen. Und auch bei den Umsätzen konnte Christian Dörfler, Branchensprecher der Wirtschaftskammer, am Dienstag in einer Aussendung ein Plus von 15,3 Prozent auf 136 Millionen Euro vermelden.

Die erfreulichen Besucherzahlen, in denen jene der Sommerkinos und Spezialvorstellungen noch nicht eingerechnet sind, sind nicht zuletzt auf einen wahren Reigen an Blockbustern zurückzuführen. Als größte Publikumserfolge haben sich der Animationshit "Minions" (787.821 Besucher), der Agentenstreifen "James Bond 007 – Spectre" (745.595), die deutsche Schulkomödie "Fack Ju Göhte 2" (630.955) und die Erotik-Bestsellerverfilmung "Fifty Shades of Grey" (595.283) entpuppt. "Star Wars: Das Erwachen der Macht" zog laut WKÖ lockte in den letzten zwei Wochen des Jahres 540.557 Besucher in die Kinos. Erfolgreichster österreichischer Film war Wolfgang Murnbergers vierte Brenner-Verfilmung "Das ewige Leben" mit 270.066 Besuchern.

Enttäuscht über Mehrwertsteuererhöhung

Auch 2016 erwartet Dörfler für die 138 heimischen Kinos mit 557 Sälen ein "Top-Ergebnis", stehen doch mit u.a. "The First Avenger: Civil War", "Ice Age – Kollision voraus" oder "Star Wars: Rogue One" einige "richtig große Kaliber" auf dem Programm. Die "sehr konstanten Besucherzahlen" würden belegen, dass sich das Kino gegen neue Medien und "leider auch illegale Anbieter im Internet" weiter behaupten kann, so Dörfler. Durchschnittlich seien in den vergangenen fünf Jahren Besucherzahlen von 15,24 Mio. und ein Umsatz von 125,4 Mio. Euro pro Jahr erzielt worden.

Enttäuscht zeigte sich der WKÖ-Kinosprecher ob der Anhebung der Mehrwertsteuer auf Kinotickets im Zuge der Steuerreform. "Wir fordern, dass die Politik die Kinos nicht weiter steuerlich belastet, sondern endlich entlastet, wie etwa durch Abschaffung der Vergnügungssteuer", so Dörfler, der von der Politik auch bessere Rahmenbedingungen im Kampf gegen illegale Downloads und Streamingportale fordert.

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