Zahlungsverkehr: Banken fordern gleiche Regeln

19. Jänner 2016, 13:00
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Bar bei kleinen Beträgen, die Kreditkarte bei größeren Ausgaben – ansonsten dominiert die Bankomatkarte Bezahlvorgänge in Österreich

Wien – Schnell, unkompliziert und bequem sollen Zahlungsvorgänge vonstattengehen, wenn es nach den Kundenwünschen geht. Diese Punkte haben laut einer Gfk-Umfrage zu der hohen Akzeptanz des kontaktlosen Bezahlens via Bankomatkarte entscheidend beigetragen. Mit ebendiesen Eigenschaften versuchen nun auch verstärkt sektorfremde Mitbewerber, sogenannte Fintechs, den Banken im Zahlungsverkehr sukzessive das Wasser abzugraben.

"Natürlich spüren wir das, aber wir sehen es sportlich", sagt Franz Rudorfer, Geschäftsführer der Bundessparte Bank und Versicherung der Wirtschaftskammer. "Wir nehmen das Match um die Zukunft des Zahlungsverkehrs gerne an." Freilich fordert er dabei jedoch hinsichtlich Regulierung "gleiche Spielregeln für alle". Manche sektorfremde Anbieter würden es etwa bei der Sicherheit nicht so genau nehmen, kritisiert Rudorfer.

Kontaktloses Bezahlen im Vormarsch

Bis auf weiteres bleibt aber die Bankomatkarte "everybody's darling": Laut Rainer Schamberger, Geschäftsführer der Payment Services Austria, wurden im Vorjahr 453 Mio. Bezahlvorgänge über die Karte abgewickelt, ein Anstieg um acht Prozent. Dabei hat sich die Nutzung des kontaktlosen Bezahlens auf mehr als 34 Mio. Transaktionen beinahe verdreifacht. "Wir hatten bei diesen Transaktionen keinen Schadensfall", unterstreicht Schamberger die Sicherheit kontaktloser Bezahlvorgänge.

Bis zu zehn Euro bleibt Bargeld laut Gfk das Maß aller Dinge, bei höheren Beträgen ist die Bankomatkarte, mit oder ohne Kontakt, die häufigste Bezahlform. Zahlungen ab 100 Euro werden überwiegend via Kreditkarte getätigt. (Alexander Hahn, 19.1.2016)

  • Auf die Bankomatkarte mit kontaktloser Bezahlfunktion folgt eine Version für das Smartphone.
    foto: psa

    Auf die Bankomatkarte mit kontaktloser Bezahlfunktion folgt eine Version für das Smartphone.

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