"The Division" 2013 vs. 2016: Vergleich zeigt Abstriche seit der Erstvorstellung

19. Jänner 2016, 12:43
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Technische Änderungen, überarbeitetes Interface und kleinere Map zum Start

Wenn Videospiele auf den Markt kommen, sehen sie nicht selten anders aus, als bei der Erstvorstellung. Dies kann oberflächliche Änderungen bei der Darstellung betreffen, genauso wie die grundlegende Spielmechanik. Das ist an sich nicht verwunderlich, schließlich werden Werke oft Monate, wenn nicht Jahre vor der Fertigstellung angekündigt.

Negativ fielen in den vergangenen Jahren so genannte Downgrades auf. Beim 2015 erschienenen Rollenspiel-Hit "The Witcher 3: Wild Hunt" beispielsweise monierten Fans beim finalen Game einige fehlende Grafikeffekte und Details, die in der ursprünglichen Präsentation zu sehen waren. Besonders gravierend fielen in der jüngeren Geschichte die Unterschiede bei einigen Spielen des Herstellers Ubisoft aus. "Watch Dogs" und "Rainbow Six Siege" wurden nachträglich betrachtet bei ihren Erstvorstellungen über ihren tatsächlichen technischen Möglichkeiten beworben.

Technische Unterschiede

Vor diesem Hintergrund blicken nun viele Spieler gespannt auf Ubisofts jüngstes Werk, den Rollenspiel-Shooter "The Division". Die Hersteller ließen dieser Tage eine fast finale Version des Spiels auf die Fachpresse los, woraufhin einige Journalisten die Gelegenheit nutzten, Ubisofts einstige Spielversprechen einem Realitätscheck zu unterziehen.

Die vorläufige Erkenntnis aus grafischer Sicht: Die Version von "The Division", die 2013 präsentiert wurde, verfügte über mehr Details bei den Kulissen und etwas spektakulärere Effekte, in Summe sei man aber nicht weit von der Zielvorstellung entfernt. Hinzu kommt, dass das Spiel einst auf einem High-end-PC demonstriert wurde und aktuell auf einer Xbox One zu sehen war.

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Inhaltliche Änderungen

Bedeutender fallen die inhaltlichen Unterschiede aus. So wurde etwa das Interface stark überarbeitet und verschmilzt jetzt nicht mehr so nahtlos mit der Umgebung und den Charakteren wie in der ersten Demo. Weniger schick, dafür etwas übersichtlicher als zuvor.

Nichts zu sehen in der jüngsten Fassung ist zudem von der einst geplanten und ausführlich zur Schau gestellten Integration von mobilen Endgeräten. 2013 führten die Entwickler vor, wie man mit dem Tablet ins Spiel einsteigen und seinen Kameraden mit Drohnen unter die Arme greifen können werde. Dieses Feature scheint mittlerweile eingestellt worden zu sein.

Die gravierendste Einschränkung erfolgte hingegen bei der Spielwelt, die zum Start von "The Division" zur Verfügung stehen wird. Lief die erste Demo noch im virtuellen Stadtteil Brooklyn, wurde nun bekannt, dass im ersten Schritt lediglich etwa ein Drittel der Fläche von Manhattan spielbar sein wird. Es ist aber absehbar, dass Ubisoft weitere Stadtteile nach dem Start veröffentlichen wird. (zw, 19.1.2016)

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