Faymann zu Strache: "Ausdruck richtet sich selbst"

19. Jänner 2016, 11:21
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Bundeskanzler: Fischer-Reaktion "richtig" – Europaabgeordnete kritisieren Strache ebenso

Wien – Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) will die Kritik und Ausdrucksweise von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache nicht kommentieren. Strache hatte ihn am Wochenende in einer Rede als "Staatsfeind" bezeichnet. "Dieser Ausdruck richtet sich von selbst", so Faymann am Dienstag im Pressefoyer. Bundespräsident Heinz Fischer habe auf Straches Aussagen bereits "richtig und abschließend" Stellung genommen.

Straches Aussage sei "vollkommen unerträglich", erklärte die liberale Europaabgeordnete Angelika Mlinar am Dienstag in Straßburg. Die grüne Delegationsleiterin Ulrike Lunacek sprach von reinstem Populismus, der "der Rede nicht wert" sei.

Lediglich der FPÖ-Delegationsleiter Harald Vilimsky verteidigte die Wortwahl seines Parteichefs. Dies sei "absolut unterstützenswert". Gleichzeitig meinte er zur Kritik von Bundespräsident Heinz Fischer an Strache, dass das Staatsoberhaupt "bei Auslaufen der Amtsperiode mutig" werde. Er mache Faymann die "Assistenz in parteipolitischer Hinsicht".

Mlinar sagte, die FPÖ-Sager seien mittlerweile schon Usus. "Das wird auch nicht mehr sanktioniert". Die "Erodierung des Tons" sei bedenklich, kritisierte sie den Rechtsruck in Österreich. (APA, 19.1.2016)

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