Teuerung im Vorjahr auf Tiefstand

19. Jänner 2016, 09:49
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Die Inflationsrate ist in Österreich danke niedriger Energiepreise im Vorjahr auf 0,9 Prozent gesunken, nur im Dezember gab es einen Ausreißer

Wien – Die Teuerungsrate ist voriges Jahr in Österreich auf 0,9 Prozent gesunken. Das ist weit von den angestrebten zwei Prozent der Europäischen Zentralbank entfernt. Noch niedriger war die Inflation in diesem Jahrtausend nur 2009 mit 0,5 Prozent gewesen. Zuletzt, im Dezember, stieg die Inflation jedoch auf 1,0 Prozent, nach einer Jahresrate von 0,6 Prozent im November, wie die Statistik Austria am Dienstag bekanntgab.

Im Jahr 2015 insgesamt lag die Teuerung mit 0,9 Prozent deutlich unter den Werten von 2014 (1,7 Prozent), 2013 (2,0 Prozent) sowie 2012 (2,4 Prozent). Im gesamten Jahresverlauf wurde die Inflation vor allem durch Preisrückgänge bei Mineralölprodukten geprägt. Allein die um 12,5 Prozent billigeren Treibstoffe dämpften die Teuerungsrate rein rechnerisch um 0,49 Prozentpunkte, das um 20,0 Prozent günstigere Heizöl um 0,16 Prozentpunkte.

Preisrutsch

Dass die Inflation im Dezember mit 1,0 Prozent spürbar höher als im November war, liegt daran, dass ein Jahr davor, im Dezember 2014, ein markanter Preisrutsch die Veränderungsraten für Heizöl- und Spritpreise im Jahresabstand weniger stark ausfallen ließ als noch im November.

Der für die Eurozone errechnete Harmonisierte Preisindex (HVPI) legte im Gesamtjahr 2015 um 0,8 Prozent zu, nach 1,5 Prozent 2014 – im Dezember stand er 1,1 Prozent höher als ein Jahr davor. Der für die Pensionistenhaushalte berechnete (PIPH) war im Dezember 1,2 Prozent höher als ein Jahr zuvor, und im Gesamtjahr 2015 verteuerte sich der für Pensionisten typische Warenkorb um 1,1 (1,8) Prozent. (APA, 19.1.2015)

  • Man hat sich an den Trend gewöhnt: Niedrige Energiepreise halten das Preisniveau ingesamt niedrig.
    foto: ap/hildenbrand

    Man hat sich an den Trend gewöhnt: Niedrige Energiepreise halten das Preisniveau ingesamt niedrig.

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