Südkorea zerrt VW im Abgasskandal vor Kadi

19. Jänner 2016, 06:47
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Wesentliche Gesetzesvorgaben in Rückrufplan nicht berücksichtigt

Seoul/Wolfsburg – Im VW-Abgasskandal will nun auch Südkorea vor Gericht ziehen. Das Umweltministerium in Seoul kündigte noch für Dienstag eine Strafanzeige gegen den VW- und Audi-Chef in dem asiatischen Land, Johannes Thammer, an. Im Rückrufplan des Wolfsburger Autobauers würden wesentliche Vorgaben des Umweltschutzgesetzes nicht berücksichtigt, teilte das Ministerium mit.

Im November hatte Südkorea wegen der Abgas-Manipulationen eine Rekordstrafe von umgerechnet rund elf Millionen Euro gegen VW verhängt und den Rückruf von gut 125.000 Autos gefordert. Volkswagen hatte am 6. Jänner einen Rückrufplan eingereicht.

Neben Klagen von Anlegern und Autokäufern hatte vor kurzem auch das US-Justizministerium im Namen der Umweltbehörde EPA eine Zivilklage gegen Volkswagen wegen des Verstoßes gegen das Luftreinhaltegesetz eingereicht. In der Klageschrift werden Geldstrafen gefordert, die sich auf bis zu 46 Milliarden Dollar summieren. Auch strafrechtliche Ermittlungen laufen gegen den Konzern. (Reuters, 19.12.2016)

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