Implantate im Gehirn, die sich selbst auflösen – Mit Mathematik gegen Krebs

19. Jänner 2016, 07:00
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Implantate im Gehirn, die sich selbst auflösen

Washington – Forscher entwickelten elektronische Implantate, die Temperatur und Druck im Gehirn nach Unfällen oder Operationen überwachen – und sich anschließend im Körper auflösen können. Zur Entfernung der auf Silikonbasis gefertigten Sensoren ist keine neuerliche Operation notwendig, wodurch das Risiko für Komplikationen sinkt. In Tierversuchen funktionierten die Implantate etwa drei Tage lang und lösten sich binnen weniger Wochen vollständig auf, heißt es in der Studie in "Nature". Zudem ließe sich die Technologie auch für andere Organe adaptieren.

foto: j. rogers, university of illinois

Abstract
Nature: "Bioresorbable silicon electronic sensors for the brain"

Mit Mathematik gegen Krebs

London – Die Ausbreitungsmuster von Krebs folgen Naturgesetzen – und sind daher auch berechenbar, berichten britische Forscher in Nature Genetics. Für ihre Studie werteten sie umfangreiche Daten zu 14 unterschiedlichen Tumortypen aus. Für einige Krebsarten wie Darmkrebs, Magenkrebs und Lungenkrebs lasse sich die Häufung und Verbreitung genetischer Mutationen mithilfe eines mathematischen Modells individuell nachvollziehen – und so künftig vielleicht auch prognostizieren. Für medizinische Behandlungsentscheidungen wäre dies von unschätzbarem Wert.

Abstract
Nature Genetics: "Identification of neutral tumor evolution across cancer types"

(dare, 19.1.2016)

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