Italien: Schwere Kurseinbrüche von Bankenaktien

18. Jänner 2016, 18:27
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Mailänder Börsenaufsicht verbietet Leerverkäufe bis Dienstagabend

Rom – Die Turbulenzen in Asien haben sich besonders negativ auf die Mailänder Börse ausgewirkt. Die italienischen Krisen-Institute Banca Monte dei Paschi di Siena (MPS) und Banca Carige meldeten starke Kursstürze. Die Aktien der MPS, des ältesten Geldhauses der Welt, fielen um 15 Prozent auf 0,85 Euro. Die Börsenaufsicht hat daraufhin Leerverkäufe mit MPS-Aktien verboten.

Beim Verbot der Leerverkäufe handle sich um eine bis Dienstagabend befristete Maßnahme, teilte die Börsenaufsichtsbehörde Consob am Montag mit. Bei Leerverkäufen handelt es sich im Prinzip um eine Wette auf sinkende Kurse. Die Aktien der Bank waren nach den massiven Kursverlusten am Montagvormittag vorübergehend vom Handel ausgesetzt worden.

MPS sei ins Visier italienischer und ausländischer Spekulationen geraten, hieß es in Mailand. "Wir überprüfen die Lage genau", sagte Consob-Präsident Giuseppe Vegas. Die drittgrößte italienische Bank will bis 2018 notleidende Kredite mit einem Gesamtvolumen von 3,5 Mrd. Euro loswerden. Die Bank sucht nach einem Partner für eine Fusion.

Bergab ging es auch für die Aktien der Banca Carige. Sie brachen um circa 7,3 Prozent auf 0,87 Euro ein. UniCredit sank um 5,4 Prozent auf 4,16 Euro. (APA, 18.1.2016)

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