Lohnverhandlungen in IT-Branche wieder gescheitert

18. Jänner 2016, 17:11
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Nächste Woche österreichweit Betriebsversammlungen, Gewerkschaft will damit Druck auf Arbeitgeber machen

Die Lohnverhandlungen für die IT-Branche laufen derzeit "sehr unrund", auch die fünfte Verhandlungsrunde ist heute gescheitert. Deshalb will die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) nächste Woche österreichweit Betriebsversammlungen abhalten, um den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen.

"Nicht akzeptabel"

"Die KV-Verhandlungen sind nicht nur schwierig, sondern eigentlich nicht akzeptabel", sagte der stellvertretende Bundesgeschäftsführer der GPA-djp, Alois Bachmeier, am Montag zur APA. Das Angebot der Arbeitgeber sei unannehmbar und unverschämt: Einerseits wollten sie die Entlohnung der Praktikanten von derzeit 1.000 Euro auf 25 Prozent zusammenstreichen oder wenigstens auf die Höhe der Mindestsicherung, andererseits werde nur eine Erhöhung der Kollektivvertragsgehälter um 1,35 Prozent und der Istgehälter um 1,15 Prozent angeboten.

"Wir haben daher in der heutigen Betriebsrätinnenkonferenz österreichweite Betriebsversammlungen zwischen dem 25. und 29. Jänner beschlossen", sagte Bachmeier. "Da werden wir die Kolleginnen und Kollegen abfragen, ob sie Kampfmaßnahmen mittragen wollen."

Nächste Runde am 11. Februar

Sollte es in der nächsten Verhandlungsrunde am 11. Februar wieder keine Einigung geben, werde man in weiteren Betriebsversammlungen über das Scheitern der Verhandlungen informieren, sagte Bachmeier. (APA, 18.1.2016)

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    foto: apa
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