Vollzugsuntauglich: Petrikovics will nicht in Haft

18. Jänner 2016, 15:37
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Ex-Immofinanz-Chef Karl Petrikovics macht Vollzugsuntauglichkeit geltend

Wien – Ex-Immofinanz-Chef Karl Petrikovics, der im April 2013 wegen Untreue zu einer sechsjährigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde, macht Vollzugsuntauglichkeit geltend. Entsprechende Informationen bestätigte Christina Salzborn, die Sprecherin des Wiener Straflandesgerichts.

Der Ex-Vorstandsvorsitzende der Constantia Privatbank und der Immofinanz AG hätte Anfang Jänner seine Strafe antreten sollen. Stattdessen ließ er dem Wiener Straflandesgericht ein Privatgutachten vorlegen, demzufolge ihm derzeit die Haftbedingungen in einer Justizanstalt nicht zuzumuten sind. Petrikovics hat damit einen Strafaufschub aus medizinischen Gründen beantragt. Vom Straflandesgericht wurde mittlerweile ein Sachverständiger bestellt, der den angeblich angeschlagenen Gesundheitszustand des Ex-Vorstandsvorsitzenden der Constantia Privatbank und der Immofinanz AG überprüfen soll.

Der Gerichtsgutachter wird den 61-Jährigen nun eingehend untersuchen, die Expertise soll binnen acht Wochen vorliegen, sagte Salzborn. Bis dahin bleibt Petrikovics, dessen Verurteilung der Oberste Gerichtshof (OGH) im Oktober 2015 zur Gänze bestätigt hat, auf freiem Fuß. (APA, 18.1.2015)

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