Djokovic, Serena Williams, Federer ungefährdet

18. Jänner 2016, 13:59
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Frühes Aus für Wozniacki und Karlovic – Djokovic nach starkem Auftakt in "Baby-Laune"

Melbourne – Die absoluten Top-Favoriten, die am ersten Tag der Australian Open in Melbourne im Einsatz waren, haben ihre Auftakthürden problemlos genommen. Novak Djokovic spielte sich bei hochsommerlichem Wetter mit dem Koreaner Chung Hyeon und kam mit 6:3,6:2,6:4 sicher weiter, Roger Federer ließ dem Georgier Nikolos Basilaschwili nur fünf Games. Erleichtert wirkte Serena Williams nach ihrem Turnierstart.

"Dem Knie geht es großartig. Das Match hat 1:43 Stunden gedauert und ich habe es überhaupt nicht gespürt", sagte die Weltranglisten-Erste nach ihrem 6:4,7:5-Erfolg über die Italienerin Camila Giorgi. Sowohl ihre Fitness, als auch ihre Form waren nach ihrer viermonatigen Pause angezweifelt worden, die sie seit ihrem Aus bei den US Open genommen hatte. Nun will sie ihre damals u.a. nicht erfüllte Mission "Major-Titel Nummer 22" nachholen. Sie würde damit mit der deutschen Tennis-Legende Steffi Graf gleichziehen, die in der Profi-Ära den diesbezüglichen Rekord hält. Nur Margaret Court (AUS) hat mit 24 in der "ewigen" Bestenliste noch mehr Grand-Slam-Einzel-Titel geholt.

Nach der für sie schockierenden Halbfinal-Niederlage in Flushing Meadows gegen Roberta Vinci im vergangenen September hatte Williams eine Auszeit genommen. Und diese hat ihr gut getan, meinte die 34-jährige US-Amerikanerin. "Ich habe seit den Olympischen Spielen in London 'non-stop' gespielt und ich wollte in diesem Olympiajahr wirklich frisch und fit werden", sagte Williams.

Ihre Landsfrau Sloane Stephens (USA-24) war weniger erfreut, musste sie sich doch der völlig unbekannten chinesischen Qualifikantin Wang Qiang mit 3:6,3:6 beugen. Auch Caroline Wozniacki, die dänische Ex-Nummer eins, ist als Nummer 16 schon ausgeschieden. Die erst 21-jährige Kasachin Julia Putinzewa siegte 1:6,7:6,6:4. "Ich hätte in zwei Sätzen gewinnen sollen, aber ich habe sie wieder ins Match zurückgelassen. Das war ein wirklich schlechter Saisonstart", meinte Wozniacki.

Bei den Herren war Djokovic nach seiner Performance mit nicht weniger als 40 Winnern hingegen bester Laune und diese ließ er auf dem Platz auch seine Frau Jelena spüren. "Seit ich ein Baby habe, ist es mit mir immer aufwärtsgegangen. Baby, wir sollten wahrscheinlich mehr Babys haben!", rief der Weltranglisten-Erste in Richtung seiner Frau.

Roger Federers Bedarf ist in dieser Hinsicht wohl gedeckt. Der Vater von zwei Zwillingspärchen war aber nach seiner Performance auch zufrieden. "Das gibt mir definitiv einen kleinen Auftrieb in Sachen Selbstvertrauen, weil ich bis jetzt noch nicht hundert Prozent gezeigt habe. Ich war überrascht, wie gut mir alles gelungen ist", meinte der Schweizer. Sein nächster Gegner: Der Ukrainer Alexander Dolgopolow.

Ausgeschieden ist u.a. auch Aufschlag-Riese Ivo Karlovic (CRO-22), der gegen Federico Delbonis (ARG) im dritten Satz aufgab. (APA; 18.1.2016)

  • Abkühlung für Novak Djokovic.
    foto: reuters/reed

    Abkühlung für Novak Djokovic.

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