Rekord: Jüdisches Museum Wien mit 118.000 Besuchern im Jahr 2015

18. Jänner 2016, 13:38
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Entspricht einem Zuwachs von drei Prozent – Eintrittserlöse konnten laut Direktorin Spera um sechs Prozent erhöht werden

Wien – Das Jüdische Museum Wien feierte im Vorjahr einen Rekord: Mit 118.000 konnte man an beiden Standorten so viele Besucher wie noch nie verzeichnen und übertraf damit die Zahlen von 2014 um drei Prozent, wie am Montag mitgeteilt wurde. Besonders erfolgreich war die Ausstellung "Ringstraße. Ein jüdisches Boulevard" im Palais Eskeles mit mehr als 56.000 Eintritten.

Im Museum am Judenplatz ließen sich über 15.000 Personen die Schau "Lessing zeigt Lessing" nicht entgehen, bei der Hannah Lessing Fotografien ihres Vaters Erich ausgewählt und in Szene gesetzt hatte. Erfreut zeigte sich das Jüdische Museum auch vom "ungebrochenen Interesse an den Vermittlungsangeboten und Veranstaltungen des Museums, die von mehr als 11.000 Personen wahrgenommen wurden".

Subventionskürzung der Stadt Wien

Letztlich konnte man die Eintrittserlöse im vergangenen Jahr um mehr als sechs Prozent erhöhen. "Ich hoffe, dass wir dieses hohe Niveau 2016 halten können, da wir heuer eine Subventionskürzung der Stadt Wien finanziell verkraften müssen, die nicht zu Lasten unseres ambitionierten Ausstellungsprogramms gehen soll", so Museumsdirektorin Danielle Spera.

Das neue Ausstellungsjahr bringt unter anderem eine Begegnung mit "herausragenden jüdischen Musikern" ("Stars of David", ab 13. April), die alle Genres von Musical über Filmmusik bis Jazz, Avantgarde und Pop umfasst. Besonders im Fokus stehen dabei Komponisten, Interpreten und Produzenten des 20. und 21. Jahrhunderts. "Die bessere Hälfte" lautet der Titel der Herbstausstellung im Palais Eskeles (ab 19. Oktober), die jüdischen Künstlerinnen in der von Männern dominierten Welt der bildenden und angewandten Kunst gewidmet ist.

Virtuelles Wiedererwachen

Jene Wiener Synagogen, die während des Novemberpogroms 1938 zerstört wurden, leben schließlich ab 18. Mai im Museum Judenplatz virtuell wieder auf. Und gemeinsam mit dem Jewish Museum New York entstand "Jewish by Love. Marilyn, Liz & Co" (ab 30. November). Die Ausstellung beleuchtet den Eintritt von Liz Taylor und Marilyn Monroe in das Judentum, wobei dies aus der Perspektive von Andy Warhol passieren soll. (APA, 18.1.2016)

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