Für FPÖ ist Fischers Kritik "selbstgerechte Lehrer-Lämpel-Manier"

18. Jänner 2016, 11:37
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Nach Rüffel des Bundespräsidenten für Parteichef Strache

Wien – Nach der ungewöhnlich deutlichen Kritik von Bundespräsident Heinz Fischer an FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache haben die Freiheitlichen am Montag zurückgeschlagen. Generalsekretär Herbert Kickl warf Fischer "selbstgerechte Lehrer-Lämpel-Manier" vor und behauptet, dass dieser auf Geheiß der SPÖ-Bundesgeschäftsführung agiere.

Anlass für die Auseinandersetzung war Straches Rede beim FPÖ-Neujahrstreffen am Samstag, in der er Kanzler Werner Faymann (SPÖ) als "Staatsfeind" bezeichnet hatte. Fischer erklärte tags darauf in einer Aussendung, solche Wortmeldungen hätten in einem friedlichen und demokratischen Land "absolut nichts verloren". Seine Forderung an Strache: "So nicht."

"So nicht" hätte der Bundespräsident bei anderen Themen sagen sollen, befand nun Kickl, etwa als man Milliardenhaftungen für Pleitestaaten übernommen oder "im Zuge der neuen Völkerwanderung" die eigenen Gesetze außer Kraft gesetzte habe. Da aber habe Fischer geschwiegen, weil er ein "in Wolle gefärbter Sozialist und kein überparteiliches Staatsoberhaupt" sei. Bei seiner jetzigen Aktion bleibe nur "der fahle Nachgeschmack einer politischen Wichtigmacherei kurz vor dem Amtsende ohne jede wirkliche moralische Substanz". (APA, 18.1.2016)

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