Was Flugbegleiter und Flugbegleiterinnen verdienen

20. Jänner 2016, 13:00
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Flugbegleiter brauchen gute Nerven und ein freundliches Auftreten. Wie viel man über den Wolken verdient hängt auch von Zusatzausbildungen ab

Sie haben meist ein Lächeln auf den Lippen und müssen auch in gefährlichen Situationen Ruhe und Sicherheit ausstrahlen: Flugbegleiter sorgen für das Wohlbefinden der Gäste an Bord eines Flugzeugs auf Kurz- und Langstreckenflügen. Sie achten auf die sichere Verstauung des Handgepäcks und informieren über den Flugablauf, über die Einrichtungen des Flugzeugs und das Verhalten bei einem Notfall. Während des Flugs servieren sie Mahlzeiten und versorgen die Fluggäste mit Getränken und Zeitungen. Außerdem führen sie den Bordverkauf durch.

Safety first

Menschen, die Hilfe brauchen, wenden sie sich besonders zu. In Konflikt- und Krisensituationen müssen sie ruhig bleiben und die Sicherheit der Fluggäste und des Bordpersonals im Auge behalten. Flugbegleiter sollten sich durch Serviceorientiertheit, Teamfähigkeit und Freude am Umgang mit Menschen aus anderen Kulturen auszeichnen. Auf ein gepflegtes und freundliches Auftreten wird ebenfalls Wert gelegt.

Betriebsinterne Ausbildung

Es gibt keine geregelte externe Ausbildung für diesen Beruf. Die nötigen Kenntnisse und Fertigkeiten werden Flugbegleitern betriebsintern vermittelt. Die Bildungsangebote sind auf die verschiedenen Fluggesellschaften und deren Anforderungen zugeschnitten, etwa im Hinblick auf das Serviceangebot oder unterschiedliche Flugzeugtypen. Die Austrian Airlines setzt beispielsweise eine abgeschlossene Schul- bzw. Berufsausbildung, ein Mindestalter von 18 Jahren, ausgezeichnete Deutsch- und Englischkenntnisse, einen EU-Reisepass ohne Einschränkung und bei männlichen Bewerbern einen abgeleisteten Präsenz- bzw. Zivildienst voraus.

Arbeitszeiten je nach Reisesaison

Die Ausbildung dauert fünf bis sieben Wochen und setzt sich grundsätzlich aus einem theoretischen Teil, einigen Schnupper-Flügen und einem "On-the-Job"-Training zusammen. Thematisch behandeln die Schulungen das jeweilige Unternehmen, den Flugbetrieb, Catering, Erste Hilfe, Flight Safety, Stress- und Angstbewältigung sowie Konfliktmanagement.

Junior Flugbegleiter fliegen zunächst nur Kurzstreckenflüge. Je nach Flugunternehmen können sie sich später auch für Langstreckenflüge und nach entsprechenden Umschulungen auf den jeweiligen Flugzeugtyp bewerben. Die Arbeitszeiten schwanken meist je nach Reisesaison, oft gibt es auch Bereitschaftsdienste.

Gehalt: Nicht viel Spielraum

Während ihrer Ausbildungszeit erhalten angehende Flugbegleiter 900 brutto pro Monat. Im ersten Dienstjahr beträgt das Bruttogehalt inklusive Flugzulagen rund 21.000 Euro pro Jahr. Nach 5 Dienstjahren liegt das Bruttojahresgehalt zwischen 23.500 und 25.200 Euro, nach 15 Jahren bei etwa 30.500 und ab 25 Dienstjahren bei bis zu 36.400 Euro.

Hinzu kommen etwaige Funktionszulagen, wie etwa für die Zusatzausbildung zum Senior-Flugbegleiter, wobei hier mit jeweils 300 bis 400 Euro zusätzlich im Monat gerechnet werden kann. Bei Flügen, die Übernachtungen im Ausland bedingen, werden zusätzlich Taggelder für die dortige Verpflegung bezahlt. Außerdem gewähren die meisten Dienstgeber ihren Flugbegleitern und deren Familienangehörigen Freiflüge sowie Flugvergünstigungen, deren Art und Ausmaß durch Betriebsvereinbarung geregelt werden. (Conrad Pramböck, 20.1.2016)

Zur Person:

Conrad Pramböck ist Berater und Speaker zu Gehalts- und Karrierethemen. Er leitet bei der Personalberatung Pedersen & Partners den Geschäftsbereich Compensation Consulting.

Nachlese:

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  • Freundlichkeit und gute Nerven sind als Flugbegleiterin oder Flugbegleiter Voraussetzung.
    foto: oliver berg/dpa

    Freundlichkeit und gute Nerven sind als Flugbegleiterin oder Flugbegleiter Voraussetzung.

  • Außerdem wird ein gepflegtes Äußeres, sowie Fremdsprachenkenntnisse vorausgesetzt.
    foto: robert newald

    Außerdem wird ein gepflegtes Äußeres, sowie Fremdsprachenkenntnisse vorausgesetzt.

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