Gerettet: Entenjäger brach im Traunsee ein

18. Jänner 2016, 09:01
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Der Mann aus Altmünster hatte mit fünf Kollegen eine Entenjagd organisiert und dürfte aus dem Boot gestürzt sein

Gmunden – Ein Entenjäger ist am Sonntag völlig unterkühlt aus dem Traunsee im Bezirk Gmunden gerettet worden. Der 60-Jährige, der aus dem Boot gefallen sein dürfte, hatte nur mehr 28 Grad Körpertemperatur und war kaum ansprechbar, als ihn Feuerwehrleute aus dem eiskalten Wasser zogen. Er wurde ins Klinikum Salzkammergut Gmunden eingeliefert, berichtete die oö. Polizei.

Der Mann aus Altmünster hatte mit fünf Kollegen eine Entenjagd organisiert. Am frühen Nachmittag brachte er die anderen an ihre Plätze am Ufer und fuhr dann mit dem Boot nahe am Gewässerrand entlang, um die Vögel aufzuschrecken. Kurz nach 16.00 Uhr sahen seine Kollegen das Boot plötzlich führerlos in der Mitte des Sees schaukeln und alarmierten die Einsatzkräfte, die den 60-Jährigen im See treibend fanden und bargen.

Pensionist in Güssing nach Suchaktion gefunden

Das kalte Wetter brachte am Wochenende auch einen 83-jährigen Spitalpatienten in Güssing in Lebensgefahr. Der Mann war vergangene Woche ins Krankenhaus gebracht worden, das er Sonntagnachmittag eigenmächtig verlassen hatte. Bei der daraufhin eingeleiteten Suchaktion wurde der Pensionist Montag früh in stark unterkühltem Zustand auf der B57 in Güssing gefunden, berichtete die Polizei.

Der 83-Jährige, der in Ungarn lebt, bekam vergangenen Montag beim Einkaufen in Güssing gesundheitliche Probleme und wurde ins Spital eingeliefert. An der Suche nach dem Mann waren neben Polizeistreifen aus dem Bezirk und einer Diensthundestreife auch die Feuerwehr und ein Polizeihubschrauber beteiligt. Eine Polizeistreife entdeckte den 83-Jährigen, der laut ORF nur mit einem Pyjama und einem Pullover bekleidet war, schließlich gegen 7.30 Uhr im Gemeindegebiet von Güssing. Er wurde wieder zurück ins Spital gebracht, wo er ärztlich behandelt wird.

Jogger im Tennengau vor dem Erfrieren gerettet

In Golling (Tennengau) wurde am Sonntag ein 15-jähriger Jogger vor dem Erfrieren gerettet. Drei Halleiner Spaziergänger hörten die verzweifelten Hilferufe des Einheimischen. Er steckte fünf Gehminuten von einem Weg entfernt im Tiefschnee fest. Noch vor Eintreffen der Rettungskräfte wurde der unterkühlte Bursch von den 18 bis 34 alten Halleinern erstversorgt.

Angehörige hatten um 20.05 Uhr die Polizei in Hallein alarmiert. Der 15-Jährige war um 17.00 Uhr zum Joggen aufgebrochen und seither nicht mehr nach Hause zurückgekehrt. Während die Rettungsaktion anlief, meldete sich ein Spaziergänger bei der Polizei und schilderte, dass er und seine zwei Begleiterinnen soeben Hilfeschreie gehört hätten und sie sich auf die Suche machen würden. Sie fanden den Hilflosen kurze Zeit später nahe der Torrener Ache, bevor noch die alarmierten Helfer des Roten Kreuzes und Polizisten eintrafen.

"Nur durch das beherzte und engagierte Verhalten der drei Spaziergänger konnte der junge Jogger relativ unversehrt von den Rettungskräften aus dem Tiefschnee geborgen werden", informierte die Landespolizeidirektion Salzburg in einer Presseaussendung. Der Teenager wurde vom Roten Kreuz in das Kinderspital nach Salzburg gebracht. Laut ersten Erkenntnissen dürfte der Bursch lediglich eine Unterkühlung erlitten haben. Warum er in den Tiefschnee geraten ist, war vorerst nicht bekannt.

Polizisten retteten 23-Jährigen

Bereits am Samstag hatten Polizisten einem 23-Jährigen bei der Wagrainer Ache das Leben gerettet. Der Mann lag laut Polizeiaussendung lebensbedrohlich unterkühlt neben dem Bachbett im Schnee. Eine Anrainerin alarmierte die Polizei, nachdem sie Hilferufe gehört hatte.

Drei Bedienstete der Polizeiinspektion St. Johann im Pongau folgten demnach Spuren im Schnee und machten durch Rufe solange auf sich aufmerksam, bis sie die Hilferufe des Mannes hörten. Sie fanden den 23-Jährigen stark unterkühlt im Schnee liegen. Er konnte aus eigenen Kräften nicht mehr aufstehen und wurde der Rettung übergeben. (APA, 18.1.2015)

  • Ob es unter den Enten Opfern gab, ist nicht bekannt.
    foto: apn/kienzle

    Ob es unter den Enten Opfern gab, ist nicht bekannt.

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