Viele Reformkandidaten disqualifiziert

17. Jänner 2016, 21:03
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Präsident Rohani bedauert, dass Wächterrat zahlreiche Bewerber ausschloss

Teheran – Vor der am 26. Februar geplanten Parlamentswahl im Iran sind Medienberichten zufolge viele Reformkandidaten disqualifiziert worden. Der Wächterrat, der die ideologische Qualifikation der Kandidaten kontrolliert, hat demnach nur wenige Reformer zugelassen.

"Die ersten Berichte, die ich erhalten habe, waren nicht vielversprechend", reagierte Präsident Hassan Rohani am Sonntag mit Bedauern auf die Meldungen. Genaue Details liegen öffentlich noch nicht vor.

12 Jahre konservative Mehrheit

Nach dem Atomabkommen mit dem Westen und der Aufhebung der Sanktionen wurden den Pro-Rohani-Reformern gute Chancen auf einen Wahlsieg eingeräumt. Sie wollen die 12 Jahre dauernde Dominanz der Hardliner und Konservativen im Parlament beenden.

Unter den abgewiesenen Kandidaten sind laut Nachrichtenagentur ILNA auch Faezeh Haschemi, die Tochter von Ex-Präsident Akbar Hashemi Rafsanjani, und einer seiner Söhne. Bestätigt wurde Mohammed-Resa Aref, der Spitzenkandidat der Reformer.

"Wir alle wollen doch freie Wahlen und eine hohe Wahlbeteiligung", sagte Rohani. Der Wächterrat sollte "nicht für Sorgen" innerhalb der Gesellschaft sorgen und zumindest einige der Disqualifikationen zurücknehmen, so der Präsident laut Nachrichtenagentur ISNA. (red, APA, 17.1.2016)

  • Frauenrechtlerin Faezeh Haschemi soll unter den abgewiesenen Kandidaten sein.
    foto: reuters

    Frauenrechtlerin Faezeh Haschemi soll unter den abgewiesenen Kandidaten sein.

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