Deutscher Journalistenverband beklagt steigende Zahl von Angriffen

17. Jänner 2016, 16:47
6 Postings

DJV fordert besseren Schutz der Polizei für Reporter auf Demos

Osnabrück – Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hat erneut eine steigende Zahl von Angriffen auf Reporter, Fotografen und Kameraleute bei Demonstrationen beklagt. Journalisten müssten von der Polizei besser geschützt werden, forderte Verbandschef Frank Überall in der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Von der Polizei würden die Mitarbeiter der Medien häufig im Stich gelassen, kritisierte er.

Nach Ansicht von Überall schreitet die Polizei nicht angemessen ein. "Die Beamten sind teils überfordert", sagte er dem Blatt vom Samstag. Auch an der Justiz äußerte der DJV-Chef Kritik. Die Gerichte in Deutschland müssten Übergriffe gegen Journalisten härter bestrafen, als es derzeit der Fall sei.

Bereits in den vergangenen Wochen hatte der DJV-Chef eine zunehmende Gewaltbereitschaft gegen Medienvertreter beklagt und von einem "Klima der Angst" gesprochen.

Massive Beschimpfungen und auch tätliche Angriffe auf Journalisten hatte es zuletzt unter anderem bei den Pegida-Demonstrationen in Dresden gegeben. (APA/AFP, 17.1.2016)

Share if you care.