11.000 Zika-Infektionen in Kolumbien und erster Fall in den USA

17. Jänner 2016, 12:54
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Virus vor allem bei schwangeren Frauen gefährlich

Bogota – In Kolumbien haben sich mehr als 11.000 Menschen mit dem Zika-Virus infiziert. Seit Oktober vergangenen Jahres seien 11.613 Fälle nachgewiesen worden, teilte das Gesundheitsministerium des südamerikanischen Landes am Wochenende mit. Üblicherweise verläuft die Krankheit recht harmlos mit Hautausschlag, Gelenkschmerzen und Fieber.

Das Gesundheitsministerium zeigte sich allerdings besorgt über die 459 infizierten Schwangeren. Der Virus ist bei schwangeren Frauen gefährlich, da Wissenschafter einen Zusammenhang zwischen Zika und schweren Schädelfehlbildungen bei Babys (Mikrozephalie) vermuten.

Die US-Gesundheitsbehörde CDC riet Schwangeren deshalb von Reisen nach Lateinamerika und die Karibik ab. Insgesamt warnte die Behörde vor Reisen in 14 Länder und Regionen, darunter Brasilien, Kolumbien und Mexiko.

Ein Baby, das mit einer Fehlbildung des Gehirns in einem Spital auf Hawaii zur Welt kam, ist mit dem Zika-Virus infiziert. Das bestätigten US-Behörden am Wochenende. Offenbar handelt sich dabei um den ersten Zika-Fall in den USA. Die Mutter erkrankte während eines Aufenthaltes in Brasilien im Mai 2015 und steckte dabei das ungeborene Kind mit dem Virus an. (APA, Reuters, 17.1.2016)

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