Varoufakis: Eurozone wird auseinanderbrechen

17. Jänner 2016, 11:46
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Griechenlands Ex-Finanzminister bleibt pessimistisch: Ungleichgewichte "werden schlimmer und schlimmer"

Athen – Der frühere griechische Finanzminister Yanis Varoufakis hält ein Scheitern der Eurozone für unausweichlich. "Die Ungleichgewichte werden schlimmer und schlimmer", sagte er der Zeitung "Schweiz am Sonntag", "die Zone wird auseinanderbrechen." Varoufakis hatte als Finanzminister harte Sparauflagen für Griechenland abgelehnt und war im Juli zurückgetreten.

Varoufakis will in Berlin neue Bewegung gründen

Varoufakis will am 9. Februar in Berlin eine linke paneuropäische Bewegung mit dem Namen "Democracy in Europe Movement 2025" aus der Taufe heben. "Deutschland ist politisch und kulturell ein Schlüsselland für das europäische Projekt", sagte er zur Wahl des Gründungsorts. "Deshalb ist es besonders wichtig, dass Leute wie ich deklarieren, dass Deutschland eine zentrale Rolle spielen soll bei der Wiederbelebung des europäischen Integrationsprozesses, um Europa zu konsolidieren und zu demokratisieren."

Lobende Worte fand Varoufakis für die Flüchtlingspolitik der deutschen Kanzlerin Angela Merkel: "Es ist schlicht großartig, ein solches Zeichen der Menschlichkeit von einem politischen Gegner zu hören. Ich bin sehr erfreut darüber." (APA, 17.1.2016)

  • Yanis Varoufakis – erfreut über Merkels Menschlichkeit.
    foto: apa / epa / robert jaeger

    Yanis Varoufakis – erfreut über Merkels Menschlichkeit.

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