Hundstorfer würde FPÖ-Regierung angeloben

16. Jänner 2016, 13:06
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Präsidentschaftskandidat der SPÖ will die Wahl "sportlich" sehen

Wien – SPÖ-Kandidat Rudolf Hundstorfer geht gelassen in die Bundespräsidentenwahl. "Man muss das Ganze überhaupt sportlich sehen", sagte er am Samstag in der Ö1-Radioreihe "Im Journal zu Gast". Eine Amtsvilla will er nicht, generell betonte er seine Volksnähe. "Es kann keine Festung Hofburg geben, sondern es kann nur eine offene Hofburg geben." In Sachen Flüchtlinge bekräftigte er die SPÖ-Linie.

"Ich kann nicht in eine Kandidatur für das höchste Amt im Staat mit Angst gehen", sagte er zur Frage, ob ihn das mögliche Verpassen der Stichwahl ängstige. Einen Konflikt wie derzeit in der oberösterreichischen SPÖ bezeichnete er als beunruhigend, denn er brauche Unterstützung im Wahlkampf. Er gehe aber von einer gewissen Konsolidierung aus. Außerdem sei jetzt Jänner, die Bundespräsidentenwahl erst im April.

Gesprächsbasis mit Strache

In Sachen Krisenfestigkeit verwies Hundstorfer auf seine Übernahme des Gewerkschaftsbundes in Zeiten der Turbulenzen um die BAWAG. "Ja, das Wort Krise ist bei mir kein Fremdwort."

Erneut sagte der scheidende Sozialminister, dass er auch eine FPÖ-geführte Regierung angeloben würde. "Wenn eine stabile Konstellation nur möglich ist unter Einbeziehung dieser Partei, dann ist das so." Seine Gesprächsbasis mit FP-Chef Heinz-Christian Strache gehe nicht über jenes Ausmaß hinaus, wie er es als Minister auch mit Vertretern anderer Parteien im Parlament hatte.

Keine Obergrenzen für Kriegsflüchtlinge

In der Flüchtlingskrise beharrte er auf Humanität und ein sachliches Vorgehen. Für Menschen aus Kriegsgebieten, deren Heimat zerbombt sei, müsse es Antworten geben. Zahlenmäßige Obergrenzen lehnte er ab. Anders sei die Lage bei Wirtschaftsflüchtlingen. Von Plänen, mehr Soldaten an die Grenze zu schicken, wisse er nichts. Zur finanziellen Ausstattung des Bundesheeres verwies Hundstorfer auf den von allen Parteien unterstützten Antrag aus dem Nationalrat zum Überdenken des Sparpakets. (APA, 16.1.2016)

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