Doskozil hat nicht lange gezögert

16. Jänner 2016, 10:33
17 Postings

Ehemaliger Polizeichef Burgenlands ist im Verteidigungsministerium gut aufgehoben, sagt er

Wien/Eisenstadt – Der künftige Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) zeigt sich von Mutmaßungen über seine weitere Karriere geschmeichelt. "Ich wäre unehrlich, wenn ich nicht zugeben würde, dass der Landeshauptmann vom Burgenland eine charmante Spekulation ist", sagte er zur "Kronen Zeitung". Nennungen als Bundeskanzler-Anwärter stören ihn hingegen.

Doskozil, zuletzt burgenländischer Polizeidirektor, davor auch Büroleiter von Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ), betonte aber, im Verteidigungsressort gut aufgehoben zu sein. Vorschusslorbeeren ehrten ihn, "aber ich werde in ein paar Monaten an meiner Arbeit gemessen werden", sagte er.

"Ich wusste gleich, das passt"

Lang gezögert hat er vor seiner Zusage für das Ministeramt nicht. "Die Frage, was das bedeutet, hatte ich mir schon vorher gestellt. Und da ich grundsätzlich ein spontaner Mensch bin, habe ich 'Ja' gesagt. Ich wusste gleich, das passt."

Mit Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) verbinde ihn eine "ausgezeichnete persönliche Ebene", sagte Doskozil im "Kurier". Zur Bewältigung der Flüchtlingskrise brauche es in Zukunft eine enge Abstimmung der beiden Ressorts. Lob äußerte er auch für Generalstabschef Othmar Commenda. Er habe den einen oder anderen General durch den Einsatz von Nickelsdorf kennengelernt. Das Verhältnis sei sehr gut. Eine seiner ersten Maßnahmen werde eine Klausur mit dem Führungsstab sein. (APA, 16.1.2016)

Share if you care.