Hassposting: Nutzer muss Eva Glawischnig 5.300 Euro überweisen

15. Jänner 2016, 18:03
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Administrator einer FPÖ-Ortsgruppe hatte Glawischnig ein falsches Zitat in den Mund gelegt

Der Administrator der Facebookseite "FPÖ Diersbach" muss 5.300 Euro an Grünen-Chefin Eva Glawischnig überweisen. Das gaben die Grünen auf Facebook bekannt. Zuvor hatte sich der Landwirt namens Karl Zauner bereits bei Glawischnig entschuldigt. Er war angezeigt worden, nachdem er auf Facebook ein gefälschtes Zitat der Klubobfrau verbreitet hatte. Konkret legte Zauner Glawischnig folgende Worte in den Mund: "Schutzsuchende müssen das Recht haben, auf junge Mädchen loszugehen. Alles andere wäre rassistisch Flüchtlingen gegenüber."

Morddrohungen

Das falsche Zitat hatte sich rasant im Netz verbreitet, die Grünen waren – auch wegen darauffolgender Beleidigungen und Morddrohungen – gegen einzelne Nutzer vorgegangen. Durch den vom Delikt abhängenden Streitwert stand eine Summe von über 43.000 Euro im Raum. Glawischnig ging allerdings nach der Entschuldigung des Landwirts einen Vergleich ein, der sich auf Verfahrenskosten (4.300 Euro) und Schadenersatz (1.000 Euro) beläuft. Letztere Summe wird zu 100 Prozent gespendet werden.

"Kein Kavaliersdelikt"

"Hasspostings sind kein Kavaliersdelikt, sondern eine sehr ernsthafte Angelegenheit", schreibt Glawischnig weiters. Die Grünen versuchen schon seit Monaten, juristisch gegen Morddrohungen, Beleidigungen und Gerüchte vorzugehen. (fsc, 16.1.2016)

  • Grünen-Chefin Eva Glawischnig waren falsche Worte in den Mund gelegt worden

    Grünen-Chefin Eva Glawischnig waren falsche Worte in den Mund gelegt worden

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