Aktienmärkte weltweit erneut auf Talfahrt

15. Jänner 2016, 18:24
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Europas Börsen haben am Freitag ihre Kursverluste spürbar ausgeweitet, Ölpreis und enttäuschende US-Daten belasten

Frankfurt/Wien/London – Die zweite Handelswoche des neuen Jahres endete in Europa wie die erste – mit deutlichen Verlusten. Die europäischen Leitbörsen haben am Freitag einheitlich im tiefroten Bereich geschlossen. Der Euro-Stoxx-50 rasselte um 71,52 Einheiten oder 2,37 Prozent auf 2.952,48 Zähler nach unten. Bereits am Vortag hatte er 1,6 Prozent verloren. Seit Anfang des Jahres ist er über neuneinhalb Prozent gefallen. Auch die Wiener Börse beschließt die Handelswoche mit einem deutlichen Verlust von 2,61 Prozent.

Ölpreis unter 30 Dollar

Neuerlich klare Abschläge an den chinesischen Börsen und weiter fallende Ölpreise haben schon im Frühhandel für Verunsicherung unter den Anlegern gesorgt. Der Shanghai Composite hat am Freitag über 3,5 Prozent verloren. Die Ölpreise wiederum fielen erneut unter 30 Dollar. Im Tagesverlauf stieg der Euro dann klar über 1,09 Dollar, was die Stimmung zusätzlich belastete. Ein stärkerer Euro verteuert Produkte von im Euroraum beheimateten Unternehmen außerhalb der Währungszone.

Am Nachmittag ließen enttäuschende Konjunkturdaten aus der US-Industrie die europäischen Börsen dann vollends abrutschen. So hat sich die als wichtiger Frühindikator geltende Stimmung in der Industrie des Bundesstaats New York im Jänner unerwartet und zudem vergleichsweise stark eingetrübt. Das entsprechende Barometer Empire-State-Index ist auf den tiefsten Wert seit März 2009 gefallen. Analysten hatten hingegen einen Anstieg prognostiziert. Außerdem wurde bekannt, dass die Industrieproduktion in den gesamten USA im Dezember stärker gefallen ist als am Markt erwartet.

Bank- und Energiewerte unter größten Verlierern

Im Euro-Stoxx-50 zählten zu den den größten Verlierern Bank- und Energiewerte. Die Papiere der Societe Generale schlossen mit einem Minus von 5,18 Prozent als Tagesverlierer im Index. Auch Deutsche Bank (minus 4,12 Prozent), BNP Paribas (minus 3,64 Prozent) und Intesa Sanpaolo (minus 3,18 Prozent) schlossen klar tiefer. Bei den Energieversorgern verloren Engie-Anteilsscheine 4,12 Prozent und E.On-Papiere 4,10 Prozent. (APA, 15.1.2015)

  • Auf Beruhigung auf den Finanzmärkten heißt es wohl noch etwas zu warten.
    foto: ap/mcdermid

    Auf Beruhigung auf den Finanzmärkten heißt es wohl noch etwas zu warten.

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