Resonanzen: Lebendiger Sound des Rückblicks

15. Jänner 2016, 15:44
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Das Festival der Alten Musik im Konzerthaus geht dem Phänomen der "Apokalypsen" nach

Angesichts der geopolitischen wie wirtschaftlichen Krisenherde des globalen Dorfes keine schlechte Themenwahl: Der ewige Hit, das Festival der Alten Musik im Konzerthaus, die Resonanzen (von 16. bis 24. 1.), geht dem Phänomen der "Apokalypsen" nach. Die Resonanzen, die seit 1993 qualitätsvoll für erfreuliche Auslastungszahlen sorgen, präsentieren hochkarätige Musikformationen, beginnen aber apokalypsefrei am Samstag mit einer Ausstellung historischer Instrumente.

Das Publikum darf am 16. Jänner ab 13.00 (am Sonntag ab 10.00) auch selbst manchen Klangerzeuger ausprobieren, bis am Samstag um 19.30 Profis loslegen: Das Concerto Copenhagen unter der Leitung von Lars Ulrik Mortensen (am Cembalo) gibt Händels Oratorium Israel in Egypt. Im Laufe der Woche hört man auch Francesca Lombardi Mazzulli, das Huelgas Ensemble, Patrizia Bovi und das Muthspiel Quartett.

Der vielseitige Musiker Christian Muthspiel kommt ja auch vom Jazz. Für sein Projekt Seaven Teares hat er sich in das Werk von John Dowland vertieft und dessen genialisches polyfones Melodienreich in ein ungewohnt aktuelles Stilambiente verlegt. Auch für Spätschläfer haben die Resonanzen indes Angebote: So hört man am 23. 1. (um 22.00) beim Nachtkonzert Sängerin Patrizia Bovi und Leah Stuttard (Harfe) u. a. mit "Songs" von Hildegard von Bingen. (tos. 15.1.2016)

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