Bauträgersprecher: "Zimmergrößen hinterfragen"

18. Jänner 2016, 10:28
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Zimmergrößen unter zehn Quadratmetern wären für Patchwork-Familien und Homeworker ideal, so Klaus Wolfinger vom ÖVI

Das Wohnbauprogramm der Bundesregierung mit den zusätzlichen fünf Milliarden Euro, die von der neuen Wohnbauinvestitionsbank an Bauträger – gemeinnützige wie gewerbliche – vergeben werden sollen, wird von den gewerblichen Bauträgern ausdrücklich begrüßt. Und auch die Erleichterungen, die das im April in Kraft tretende neue Normengesetz mit sich bringen wird, seien ein "positives Signal", so ÖVI-Bauträgersprecher Klaus Wolfinger.

Gleichzeitig wies er bei der jüngsten ÖVI-Pressekonferenz auf einige "überholte Dogmen" hin, die es zu hinterfragen gelte. "Angesichts völlig veränderter Lebensformen stellen sich Planer und Bauträger zum Beispiel die Frage, warum Zimmer unter zehn Quadratmetern verpönt sind." Für Homeworker oder Patchwork-Familien wären diese aber oft ideal und würden auch angenommen werden, ist sich Wolfinger sicher. In einzelnen Landesvorschriften seien außerdem noch 30 m² als Mindestgröße einer Wohnung festgeschrieben, und an den teuren Stellplatzverpflichtungen würden Länder und Gemeinden ebenfalls festhalten.

Kleinstwohnungen im Fokus

Wie klein eine Wohnung sein kann, ist auch Thema des Superscape Award 2016, ausgelobt von JP Immobilien. Gesucht werden innovative Antworten auf den sich ändernden individuellen Raumbedarf, Einreichungen sind bis 7. März möglich.

Am morgigen Dienstag (19.1.2016) findet zu diesem Thema außerdem eine Podiumsdiskussion in Wien statt (Architekturzentrum, 19 Uhr). (mapu, 18.1.2016)

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