Totes Baby in Mistkübel einer Wohnung im Pinzgau entdeckt

15. Jänner 2016, 13:40
4 Postings

Ermittlungsverfahren gegen 35-Jährige wegen "Tötung eines Kindes bei der Geburt" eingeleitet

Zell am See/Schwarzach – Der Fall einer Kindestötung ist am Freitag in Salzburg bekannt geworden. Eine 35-jährige Frau soll ihr Baby zwischen 6. und 7. Jänner in ihrer Unterkunft im Bezirk Zell am See geboren haben. Polizisten hatten das Baby tot in einem Mistkübel in der Küche der Wohnung entdeckt, eingepackt in einen Plastiksack. Eine Obduktion ergab, dass das Neugeborene bei der Geburt noch gelebt hatte.

Die Frau, die als selbstständige Pflegehelferin arbeitet, hatte nach der Geburt das Krankenhaus Schwarzach im Pongau aufgesucht und über Bauchschmerzen geklagt. Die Ärzte schöpften Verdacht und erstatteten Anzeige. "Die Frau erklärte, dass das Kind bereits bei der Geburt tot war", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Salzburg, Robert Holzleitner, am Freitag. Es habe sich um einen weiblichen Säugling gehandelt.

Die bisher unbescholtene Frau wurde auf freiem Fuß angezeigt, die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen "Tötung eines Kindes bei der Geburt" nach Paragraf 79 Strafgesetzbuch. Bei einem Schuldspruch drohen der Beschuldigten ein bis fünf Jahre Haft. (APA, 15.1.2016)

Share if you care.