Kassenzettel: Falsche Finanzbeamte zocken Kunden ab

15. Jänner 2016, 13:00
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Trickbetrüger kassieren Bargeld von Konsumenten, die nach dem Einkauf vor dem Geschäft ihre Rechnung nicht vorweisen können

Wien – Während sich vielerorts die Gastronomen noch über die Einführung der Registrierkassenpflicht sorgen und Konsumenten das verpflichtende Einstecken der Wirtshausrechnung anprangern, haben andere daraus offenbar ein Geschäftsmodell entwickelt. In einer Aussendung warnen Wirtschaftskammer (WKO) und Finanzministerium vor Trickbetrügern, die Konsumenten vor Einkaufszentren und Geschäften abpassen, sich die Rechnung zeigen lassen und dann "Strafen" von 100 Euro oder mehr verlangen, wenn die Rechnung nicht mitgeführt wird.

Verstoß gegen "Behaltepflicht" ist straffrei

Die WKO weist darauf hin, dass es sich dabei um Betrug handle. Die Täter geben sich demnach mit "täuschend echt aussehenden Ausweisen und teils sogar in einer Art Uniform" als Beamte der Finanzverwaltung aus. Das sei eine Amtsanmaßung und damit eine strafbare Handlung.

Seit 1. Jänner gilt die Registrierkassenpflicht in Österreich. Unternehmen, die unter diese Regelung fallen, müssen bei jedem Erwerbsvorgang einen Beleg ausfolgen, der Kunde muss den Beleg entgegennehmen und bis vor das Geschäft oder Wirtshaus mitnehmen. Wie die WKO aber eindringlich betont, ist ein Verstoß gegen diese "Behaltepflicht" für Konsumenten straffrei. (red, 15.1.2015)

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