Uno sieht Anzeichen für ethnischen Konflikt in Burundi

15. Jänner 2016, 12:56
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UN-Hochkommissar für Menschenrechte befürchtet Eskalation zwischen Hutus und Tutsis

Bujumbura/Genf – Die Krise in Burundi droht nach Einschätzung der Vereinten Nationen zu einem ethnischen Konflikt zwischen Hutus und Tutsis zu eskalieren. Recherchen nach Gewalttaten im Dezember nährten den Verdacht, dass einige Opfer wegen ihrer Zugehörigkeit zur Minderheit der Tutsis sexuell missbraucht worden seien, sagte der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Zeid Ra'ad al-Hussein, am Freitag in Genf.

Es gibt demnach auch Berichte von Anrainern, dass Tutsis systematisch getötet worden seien, während Hutus verschont worden seien. "Ein kompletter Zusammenbruch von Recht und Gesetz steht bevor", sagte Zeid. Seit Ausbruch der Unruhen im April 2015 seien 439 Menschen getötet worden.

Auslöser der Krise war das Bestreben von Präsident Pierre Nkurunziza, sich trotz einer gesetzlichen Begrenzung auf zwei Amtszeiten ein weiteres Mandat zu sichern. In Burundi war erst vor einem Jahrzehnt ein verheerender Bürgerkrieg zwischen der Hutu-Mehrheit und der Tutsi-Minderheit mit 300.000 Toten zu Ende gegangen. (APA, 15.01.2016)

  • Demonstranten protestieren gegen eine dritte Amtszeit von Präsident Pierre Nkurunziza in Ijenda, Burundi
    foto: reuters/goran tomasevic

    Demonstranten protestieren gegen eine dritte Amtszeit von Präsident Pierre Nkurunziza in Ijenda, Burundi

  • Burundis Präsident Nkurunziza grüßt Journalisten vor einer Konferenz in Bujumbura, Burundi
    foto: reuters/goran tomasevic

    Burundis Präsident Nkurunziza grüßt Journalisten vor einer Konferenz in Bujumbura, Burundi

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