Oculus-Manager: Holodeck-Erlebnis noch 15 Jahre entfernt

15. Jänner 2016, 12:45
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Virtual Reality werde sich in kleinen Schritten weiter entwickeln – drahtlose Rift-Version als fixes Ziel

Oculus Rift, HTC Vive, Playstation VR – diese und andere Virtual-Reality-Systeme kommen heuer in ihrer ersten Consumer-Generation auf den Markt und werden Spieler Ausflüge in 360-Grad-Rundumsicht in digitale Welten ermöglichen. Doch das Erlebnis wird auf technischer Ebene noch limitiert sein.

Der große Traum der idealen VR-Erfahrung findet sich derweil noch in der Science-Fiction, in Form des altbekannten Holodeck aus "Star Trek". Dort bewegen sich Teilnehmer frei in einer realistisch wirkenden, künstlichen Umgebung. Bis zu diesem Entwicklungsstand wird es laut Oculus VR allerdings noch rund 15 Jahre dauern, berichtet Pocket-Lint.

Inkrementelle Schritte

Die Aussage kommt von Max Cohen, dem stellvertretenden Leiter für die Unternehmungen im Mobile-Bereich. Cohen rechnet nicht mit sprunghaften Entwicklungen, sondern mit sanftem Voranschreiten der Technologie.

"Wir werden uns in inkrementellen Schritten hinbewegen, in dem wir verschiedene Problemgruppen bearbeiten", erklärt er. Damit dürfte er auch ausdrücken, dass die Rift-Brille im Laufe der Zeit mit der restlichen Technologie mitwachsen muss. Die von ihr genutzte Auflösung setzt schon heute einen aktuellen Highend-Gamingrechner voraus, um eine angenehme Spielerfahrung zu bieten. Doch es gibt noch andere Hürden, die genommen werden müssen.

Herausforderung Kabelfreiheit

Eine der zentralsten und schwierigsten Vorhaben wird es dabei sein, das VR-Headset von seiner Kabelanbindung zu befreien und dem Spieler damit wirkliche Bewegungsfreiheit zu ermöglichen. "Leider ist das derzeit nicht möglich", meint Cohen. Das läge unter anderem auch an Frequenzüberlappungen von Funksignalen, er habe schon Probleme, wenn er zu Hause Netflix streame und gleichzeitig das digitale Babyfon verwende. Eine drahtlose Variante der Rift sei allerdings eines der wichtigsten Firmenziele, das man möglichst schnell erreichen wolle.

Die Vorbestellung der Oculus Rift ist seit einigen Tagen möglich, Kritik gab es am für viele unerwartet hohen Preis. Dieser liegt bei 600 Dollar bzw. 700 Euro, die Auslieferung soll Ende März beginnen. Der große Konkurrent, HTC Vive, wird im Februar in die Bestellphase gehen und soll ab April versandt werden. (gpi, 15.01.2016)

  • Die "Holodeck Experience" bleibt vorerst Geordi LaForge und Co vorbehalten.
    foto: cbs

    Die "Holodeck Experience" bleibt vorerst Geordi LaForge und Co vorbehalten.

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