Motorradmarkt stabil, Mopedabsatz rückläufig

15. Jänner 2016, 07:37
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Klimawandel lässt Trend zum Zweirad als Ganzjahresfahrzeug erkennen

Wien – Voriges Jahr sind in Österreich 24.912 Motorräder mit mehr als 50 Kubikzentimetern Hubraum verkauft worden. Der Markt blieb damit gegenüber 2014, als 25.182 Maschinen verkauft wurden, stabil. Das teilte die Arge 2Rad mit. Aufgrund der Klimaentwicklung zeichne sich ein Trend hin zum Zweirad als Ganzjahresfahrzeug ab – besonders im urbanen Bereich, so die Motorradfreunde von der Arge.

Im Segment mit mehr als 125 Kubik hat sich den Daten der Arge 2Rad zufolge der Markt erholt – im Vorjahr wurden 8.582 Bikes verkauft, ein Minus von 0,9 Prozent gegenüber 2014. "Getragen wird dieser Trend nicht mehr vom 125-ccm-Roller, sondern vom Motorrad." Grund dafür könnte der sogenannte A1-Führerschein sein, der es Jugendlichen seit 2013 ermöglicht, schon mit 16 Jahren ein Motorrad mit 125 Kubik zu lenken.

Bei den Mopeds ist der Markt kontinuierlich rückläufig. Im Vorjahr gab es gegenüber 2014 ein Minus von neun Prozent auf 13.854. Auch hier könnte der "A1-Schein" mitverantwortlich sein, genauso wie ein sich änderndes Mobilitätsverhalten junger Menschen. "Nur außerhalb des urbanen Bereiches stellt das Moped oft eine Notwendigkeit dar, schnell von A nach B zu kommen, da das öffentliche Netz noch ungenügend ausgebaut ist", so Arge-2Rad-Generalsekretärin Karin Munk.

Mittelfristig erhoffe sich die Branche einen Verkaufszuwachs. Im Vorjahr hatte KTM bei den Maschinen mit mehr als 125 ccm mit rund 23 Prozent (2.892 Stück) den höchsten Marktanteil. Danach folgten BMW-Motorräder mit 13 Prozent (1.639 Stück) und Yamahas mit 11 Prozent (1.403). Mehr als tausend Stück setzte auch Honda ab und hat mit 1.252 verkauften Motorrädern knapp 10 Prozent Marktanteil. Harley-Davidson kratzte den "Tausender" mit 992 Verkäufen an (8 Prozent). Dahinter folgten Kawasaki (886 Stück, 7 Prozent), die Audi-Tochter Ducati (775 Stück, 6 Prozent) und Suzuki (634, 5 Prozent). (APA, 15.1.2016)

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