Hunderte zivile Opfer in afghanischer Provinz Helmand seit März

14. Jänner 2016, 19:22
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Menschenrechtskommission: 232 Tote, 502 Verletzte

Kabul – Mehr als 700 Zivilisten sind in den vergangenen neun Monaten in der umkämpften afghanischen Südprovinz Helmand getötet oder verwundet worden. Das berichtete am Donnerstag die Unabhängige Menschenrechtskommission des Landes. Seit Ende März vergangenen Jahres seien mindestens 232 Menschen ums Leben gekommen und mindestens 502 Menschen verletzt worden.

In diesem Zeitraum hatten die radikal-islamischen Taliban ihre Versuche, in Helmand Boden zu gewinnen, stark ausgeweitet. Mindestens fünf der 14 Bezirke sind umkämpft, mindestens weitere drei in der Hand der Aufständischen.

Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Pajhwok wies der Sprecher des Provinzgouverneurs, Omar Zwak, die Zahlen als "übertrieben" zurück. Experten gehen davon aus, dass viele zivile Opfer unerfasst bleiben. Wegen der schlechten Sicherheitslage seien kaum noch Mitarbeiter von Nichtregierungsorganisationen an Ort und Stelle aktiv. Das führe zu einem "Informations-Vakuum". (APa, 14.1.2016)

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