Terror beeinflusst Wahl der Urlaubsdestination

14. Jänner 2016, 16:56
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Die Reiselust der Österreicher ist ungebrochen, das Reisebudget stabil. Wohin die Reise geht, überlegt man sich mittlerweile recht genau

Wien – Paris, Ägypten, Türkei und Donnerstagfrüh Jakarta auf Indonesien: Abgesehen vom menschlichen Leid strahlen Terroranschläge weiter aus denn je. Wie kein anderer Wirtschaftszweig ist die Tourismusindustrie davon betroffen. Dass Terror die Wahl einer Urlaubsdestination beeinflusst, geht auch aus einer Umfrage hervor, die das Gallup-Institut im Auftrag von Ruefa vor Weihnachten gemacht hat.

Sieben von zehn Befragten gaben an, dass die Wahl der Destination stark von Sicherheitsüberlegungen beeinflusst sei. Fast genauso viele (61 Prozent) halten es für wichtig, eine Urlaubsdestination vor dem Buchen auf verschiedene Aspekte hin abzuklopfen. Dazu zählt auch die politische Situation in angrenzenden Ländern. In Zeiten der Unsicherheit wächst jedoch ebenso der Wunsch nach ausführlicher Beratung im Reisebüro.

Reiselust ungebrochen

Von einem "herausfordernden Jahr 2016", vor dem die gesamte Tourismusbranche stehe, sprach bei der Präsentation der Umfrage am Donnerstag Verkehrsbüro-Direktorin Helga Freund, zu der Ruefa-Reisen ressortiert. Die Reiselust jedenfalls scheint ungebrochen: 90 Prozent der 1000 befragten Österreicher und Österreicherinnen gaben an, heuer zumindest eine Urlaubsreise antreten zu wollen. Das ist derselbe Prozentsatz wie vor einem Jahr.

Obwohl die persönliche wirtschaftliche Situation dieses Mal von mehr Befragten für schlechter als noch vor einem Jahr eingeschätzt wird, soll beim Urlaubsbudget nicht gespart werden. Weil die Befragung vor Inkrafttreten der Steuerreform mit 1. Jänner erfolgt ist und nun doch für die meisten mehr Netto vom Brutto bleibt, könnte sogar noch zusätzliches Geld für die Urlaubskasse zur Verfügung stehen, hoffen die Touristiker.

Insgesamt werde die Zahl der Passagiere heuer wahrscheinlich sinken. Absehbare Rückgänge in der Türkei könnten wegen fehlender Kapazitäten auf Ausweichmärkten wie beispielsweise Spanien im Sommer schlicht nicht kompensiert werden, sagte Walter Krahl, Chef der Ruefa-Reisebüros, dem STANDARD. Einen anderen Trend hält er für wahrscheinlich: zu höherwertigen Reisen generell und zu Kreuzfahrten im Besonderen. (stro, 14.1.2016)

  • Istanbul im Schnee.
    foto: ap/kose

    Istanbul im Schnee.

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